Börse Frankfurt am Mittag: DAX vor US-Konjunkturdaten schwächer, MAN gefragt


17.05.12 12:07
aktiencheck.de

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die deutschen Standardwerte rangieren am Mittag weiterhin in der Verlustzone. Die anhaltenden Unsicherheiten in Zusammenhang mit dem hochverschuldeten Euro-Mitglied Griechenland drücken nach wie vor auf die Stimmung der Anleger. Nachdem sich die Parteien in Griechenland nach mehrtägigen Verhandlungen nicht auf eine neue Regierung einigen konnten, wird es nun voraussichtlich Mitte Juni Neuwahlen geben, hieß es bereits gestern. Sollten die reformfeindlichen Kräfte weiteren Zulauf erhalten, könnte dies möglicherweise zu einem Ausschluss Griechenlands aus dem Euro führen, was die Gefahr eines Staatsbankrotts des hochverschuldeten Landes immer wahrscheinlicher machen würde. Ansonsten halten sich viele Anleger mit Blick auf die am Nachmittag anstehenden US-Konjunkturdaten mit Neuengagements zurück. Aufgrund des heutigen Feiertags (Christi Himmelfahrt) ist das Handelsvolumen an den deutschen Märkten recht dünn. Der DAX verliert aktuell 0,39 Prozent auf 6.359,48 Punkte, während der MDAX um 0,19 Prozent auf 10.311,83 Stellen nachgibt. Für den SDAX geht es derweil um 0,19 Prozent auf 4.856,16 Zähler nach unten. Der TecDAX legt um 0,06 Prozent zu auf 759,99 Punkte. Der Bund-Future gewinnt 0,13 Prozent auf 143,37 Punkte, während der Euro um 0,11 Prozent auf 1,2712 US-Dollar abgibt.

An der Wall Street zeichnet sich am Nachmittag eine festere Eröffnung ab, So gewinnt der Dow Jones-Future derzeit 35,00 Punkte, während der S&P 500-Kontrakt aktuell 4,5 Zähler anziehen kann. Der NASDAQ 100-Future verteuert sich derzeit um 5,5 Zähler. Aus den USA werden heute die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, Frühindikatoren und der Philadelphia Fed Index gemeldet.

An der Spitze im DAX sind derzeit MAN mit Aufschlägen von 1,7 Prozent zu finden, Auch Volkswagen tendiert mehr als 1 Prozent fester. Daneben sind auch bei Beiersdorf und Henkel deutlichere Zugewinne auszumachen,

Am unteren Ende sind nach wie vor Anteilsscheine der Deutschen Börse zu finden, die ex-Dividende, mehr als 9 Prozent abgeben. Wie der Börsenbetreiber am Mittwochabend mitteilte, wählten die Aufsichtsräte im Anschluss Dr. Joachim Faber zum Vorsitzenden und Gerhard Roggemann zum Stellvertreter. Faber übernimmt das Amt von Dr. Manfred Gentz (70), der aus Altersgründen aus dem Gremium ausscheidet. Der gesamte Aufsichtsrat und der Vorsitzende wurden turnusgemäß neu gewählt. An vorletzter Stelle befinden sich derzeit Anteilsscheine des Stahlkonzerns ThyssenKrupp, die mehr als 2,9 Prozent abgeben müssen. Daneben büßen auch BMW 2,8 Prozent ein, Am Vortag hatte der Münchener Autobauer im Rahmen der Hauptversammlung seine Planziele bestätigt. Wie aus dem Redetext des Vorstandsvorsitzenden Dr. Norbert Reithofer hervorgeht, strebt BMW 2012 neue Bestwerte beim Absatz auf Group-Ebene, beim Absatz seiner drei Automobilmarken (BMW, MINI, Rolls-Royce) und beim Konzernergebnis vor Steuern an. Im Segment Automobile will der Konzern eine EBIT-Marge von 8 bis 10 Prozent erreichen. Voraussetzung ist, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stabil bleiben. Der Wert wird außerdem am heutigen Tag ex-Dividende gehandelt.

Abschläge von 1,4 Prozent sind beim Versicherungskonzern Allianz auszumachen. Hier sorgen unter anderem negative Analystenkommentare für schlechte Stimmung. Die Griechenland-Problematik und die Furcht vor weiteren Schieflagen in der Eurozone sorgen auch bei Bankwerten für schlechte Stimmung. So tendieren Deutsche Bank und die Commerzbank mit Abschlägen von jeweils mehr als 1,4 Prozent deutlich schwächer.

Im MDAX ist aktuell Südzucker mit Zugewinnen von 1,1 Prozent an der Spitze zu finden. Auch Brenntag und Symrise zeigen sich deutlicher im Plus. Continental (ISIN DE0005439004 / WKN 543900) tendiert nach wie vor unverändert. Am Vortag hatte die Ratingagentur Standard & Poor´s (S&P) die Bonitätsnote des Konzerns erhöht. Wie aus einer Mitteilung von S&P hervorgeht, wurde das Kreditrating des im MDAX notierten Konzerns von "B+"auf "BB-" angehoben. Zur Begründung verwies die Ratingagentur auf die verbesserten Bonitätskennzahlen von Continental und die stärkere Finanz- und Liquiditätssituation des Continental-Großaktionärs Schaeffler. Nach Einschätzung von S&P dürfte Continental in der Lage sein, seine finanzielle Situation vor dem Hintergrund des weiter stabilen Free Cash-Flows und der niedrigen Dividendenausschüttung im Laufe des Jahres und darüber hinaus weiter zu verbessern. Daneben sollte Continental nach Einschätzung von S&P auch die Konzernverschuldung weiter zurückführen können, was sich ebenfalls positiv auf die Bonitätskennzahlen des Konzerns auswirken werde. Der Ausblick von S&P für Continental wurde mit "positiv" angegeben.

Am unteren Ende verlieren LEONI 5,1 Prozent, während RATIONAL 3,3 Prozent abgeben muss. Beide Aktien werden allerdings ex-Dividende gehandelt. Deutlichere Abschläge sind daneben bei TUI und bei Aareal Bank auszumachen, die mehr als 3 Prozent abgeben müssen. Auch Anteilsscheine des Metall-Handelsunternehmens Klöckner & Co zeigen sich deutlicher im Minus. Hier sorgen unter anderem negative Analystenkommentare für Abschläge von 2,4 Prozent.

Im TecDAX befindet sich derzeit AIXTRON mit Zugewinnen von 1,5 Prozent an der Spitze. Auch United Internet und freenet zeigen sich fester. Am unteren Ende muss SMA Solar Abschläge von mehr als 9,5 Prozent hinnehmen. Auch centrotherm und SINGULUS präsentieren sich mit Abschlägen von mehr als 5 Prozent deutlich in der Verlustzone.

DAX: 6.359,48 (-0,39 Prozent) MDAX: 10.311,83 (-0,19 Prozent) SDAX: 4.856,16 (-0,19 Prozent) TecDAX: 759,99 (+0,06 Prozent) (17.05.2012/ac/n/m)





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