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Biotechnologie-Fonds - Performance-Spitzenreiter unter 181 Peergroups


18.05.17 15:16
Scope Analysis

Berlin (www.fondscheck.de) - Die durchschnittliche Performance sämtlicher Biotechnologie-Fonds betrug über die vergangenen fünf Jahre 20,9% p.a. - das ist der beste Performance-Wert aller Vergleichsgruppen, so die Experten von Scope Analysis.

Die hohe Performance korrespondiere jedoch mit hoher Volatilität.

Die Ratingagentur Scope gruppiere sämtliche in Deutschland zum Vertrieb zugelassene Investmentfonds in insgesamt 181 Vergleichsgruppen. Betrachte man die Performance dieser Peergroups - also die durchschnittliche Performance sämtlicher Fonds einer Peergroup - schneide sowohl über fünf als auch über zehn Jahre die Peergroup "Aktien Biotechnologie" mit Abstand am besten ab:

Die 19 Fonds der Peergroup "Aktien Biotechnologie" würden aktuell ein Volumen von 7,8 Mrd. Euro verwalten und hätten in den vergangenen fünf Jahren im Durchschnitt eine Performance von 20,9% p.a. erzielen können. Auch über zehn Jahre sei die durchschnittliche jährliche Performance mit 11,9% zweistellig. Im laufenden Jahr (Stichtag 30.04.) liege die Performance der Peergroup bei 10,2%. Das sei bislang Rang 20 von 181.

Die Kehrseite der hohen Performance sei die vergleichsweise hohe Volatilität von Biotechnologie-Fonds. Sie habe in den vergangenen fünf Jahren im Peergoup-Durchschnitt bei 21,9% gelegen. Das sei die fünfthöchste Volatilität sämtlicher 181 Peergroups. Zum Vergleich: Die Peergroup "Aktien Nordamerika" weise im Vergleichszeitraum mit 11,2% nur rund die Hälfte an Volatilität auf.

Einer der wichtigsten Gründe für die hohe Volatilität dieses Segments sei das aufwändige Zulassungsverfahren für neu entwickelte Wirkstoffe. Zahlreiche Unternehmen seien in hohem Maße vom Ausgang der Zulassungsverfahren für die von ihnen entwickelten Wirkstoffe abhängig.

Die Entscheidung, ob ein Medikament von der Gesundheitsbehörden zugelassen werde oder nicht, führe mitunter zu heftigen Kursbewegungen des jeweiligen Unternehmens. Darüber hinaus hätten in der Vergangenheit auch politische und regulatorische Eingriffe in den Markt zu Kursausschlägen geführt.

Eine weitere Besonderheit, derer sich Anleger bewusst sein sollten: Die Fonds dieser Peergroup würden zwar grundsätzlich weltweit in Biotechnologie-Unternehmen investieren - der regionale Fokus liege aber ganz klar auf den USA.

Die fünf größten Fonds seien jeweils zu mindestens 85% in den USA investiert. Dass die USA nach wie vor das globale Zentrum der Biotechnologie seien, würden sie vor allem der Kombination aus universitärer Spitzenforschung, ausreichendem Wagniskapital und einem nicht zu restriktiven regulatorischen Umfeld verdanken. (18.05.2017/fc/n/s)