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BVI-Statistik: Allianz GI trotzt der Sommerhitze am besten - Fondsnews


19.09.18 14:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Deutsche Asset Manager konnten in den ersten sieben Monaten dieses Jahres über 57 Mrd. Euro einwerben, im Juli ließ das Geschäft wegen der Ferien und der Hitze aber nach, so die Experten von "FONDS professionell".

Der Sommermonat Juli mit seinen außergewöhnlich hohen Temperaturen habe dafür gesorgt, dass Arbeitnehmer lieber im Schwimmbad denn im Büro hätten sitzen wollen - falls sie nicht ohnehin im Urlaub gewesen seien. Daher wundere es nicht, dass der Absatz der Fondsbranche in Deutschland im Juli niedriger ausgefallen sei als in den Vormonaten: In Summe hätten Anleger aus Deutschland den Asset Managern 6,4 Mrd. Euro anvertraut. Davon seien 2,7 Mrd. Euro auf offene Publikumsfonds entfallen.

Absatzkönig im Juli sei Allianz Global Investors (Allianz GI) gewesen: Den Wertpapierpublikumsfonds der Versicherungstochter seien über 1,4 Mrd. Euro zugeflossen. Der französische Fondsriese Amundi sei mit 659 Mio. Euro auf den zweiten Platz gekommen.

Die DWS habe erneut Mittelabflüsse hinnehmen müssen: Unter dem Strich hätten Anleger 647 Mio. Euro aus Wertpapierpublikumsfonds der Deutsche-Bank-Tochter entnommen. Damit sei die DWS die Gesellschaft mit den höchsten Abflüssen im Juli. Das gelte auch auf Jahressicht: In den ersten sieben Monaten dieses Jahres würden sich die Abflüsse auf 1,8 Mrd. Euro summieren. Aber auch die deutschen iShares-ETFs (-854 Mio. Euro) und Franklin Templeton (-839 Mio. Euro) hätten seit Jahresbeginn hohe Abflüsse hinnehmen müssen.

Anders die Lage bei Allianz GI: Laut BVI hätten Anleger seit Januar gut fünf Mrd. Euro in Fonds des Anbieters investiert. Auch Union Investment (4,1 Mrd. Euro) und die Service-Kapitalverwaltungsgesellschaft Universal-Investment (2,7 Mrd. Euro) hätten hohen Zuspruch erhalten.

Der BVI habe mit den Juli-Zahlen auch eine Statistik zu White-Label-Fonds vorgelegt: 98 Mrd. Euro und damit fast zehn Prozent des Publikumsfondsvermögens hätten einen Initiator, der weder aus der Unternehmensgruppe der jeweiligen Fondsgesellschaft noch aus dem Anbieterkreis der großen Versicherungsunternehmen und Kreditinstitute stamme. Wiederum 77 Prozent oder 75 Mrd. Euro des Vermögens dieser White-Label-Fonds seien deutschen Vermögensverwaltern zuzurechnen, die in der Regel auch in die Anlageentscheidungen eingebunden seien, entweder als Berater oder externer Portfoliomanager. (19.09.2018/fc/n/s)