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BVI: 2015 ist ein Jahr der Rekorde - Fondsnews


11.02.16 14:57
BVI

Frankfurt (www.fondscheck.de) - "2015 war ein außergewöhnlich gutes Jahr für die deutsche Fondsbranche, und zwar sowohl gemessen am verwalteten Vermögen als auch am Neugeschäft", sagte Holger Naumann, Präsident des deutschen Fondsverbands BVI, auf der Jahrespressekonferenz, so die Experten vom BVI.

Die Fondsgesellschaften hätten Ende 2015 ein Rekordvermögen von 2,6 Billionen Euro verwaltet. Auch beim Neugeschäft habe die Branche mit Zuflüssen von netto 193 Milliarden Euro in Publikums- und Spezialfonds eine Höchstmarke erreicht. "Diese Rekorde belegen eindrucksvoll die Bedeutung von Fondsgesellschaften als weitaus größte Verwalter von Kapital für Altersvorsorge und Vermögensbildung in Deutschland", habe Naumann gesagt. 50 Millionen Deutsche würden mit Fonds für das Alter sparen, entweder direkt mit Publikumsfonds oder indirekt etwa über Versicherungen und Versorgungswerke, die in Spezialfonds investieren würden.

Versicherungsgesellschaften und Altersvorsorgeeinrichtungen wie Pensionskassen seien die größten Anlegergruppen von Spezialfonds. Auf sie würden über 800 Milliarden Euro von insgesamt 1,3 Billionen Euro entfallen. Auch im Neugeschäft hätten diese beiden Anlegergruppen mit zusammen 73,2 Milliarden Euro wesentlich dazu beigetragen, dass Spezialfonds 2015 Rekordzuflüsse von netto 121,5 Milliarden Euro verzeichnet hätten. Das sei das vierte Jahr in Folge mit einer Bestmarke. "Fondsgesellschaften liefern im institutionellen Asset Management maßgeschneiderte Lösungen", habe Naumann gesagt. Dazu würden beispielsweise individuelle Absicherungsstrategien sowie professionelles Risikomanagement und Reporting gehören, um die institutionellen Anleger bei deren Meldungen an die Aufsichtsbehörden zu unterstützen.

Publikumsfonds hätten 2015 netto 71,9 Milliarden Euro neue Gelder eingesammelt. Das sei mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr, als ihnen 32,8 Milliarden Euro zugeflossen seien. "Angesichts der anhaltend niedrigen Zinsen und der kurzfristigen Börsenschwankungen bieten Investmentfonds Lösungen, um risikokontrolliert in renditestärkere Anlagekategorien wie Aktien und Immobilien zu investieren", habe Naumann die hohen Zuflüsse erläutert. Mischfonds würden die Absatzliste mit Rekordzuflüssen von 38,6 Milliarden Euro anführen. Anleger hätten Produkte mit einem etwas höheren Aktienanteil bevorzugt.

So hätten Mischfonds, die mindestens ein Drittel in Aktien investieren würden, netto 28 Milliarden Euro eingesammelt. Aktienfonds hätten nach vier Jahren mit Abflüssen einen Vorzeichenwechsel vollzogen. Ihnen seien 2015 netto 21,1 Milliarden Euro zugeflossen. Davon seien 14,9 Milliarden Euro auf Aktien-ETFs entfallen. Rentenfonds hätten Zuflüsse von 6,3 Milliarden Euro verzeichnet. Offene Immobilienfonds hätten netto 3,3 Milliarden Euro eingesammelt. Darin seien Substanzauszahlungen im Wert von 2 Milliarden Euro als Rückflüsse enthalten, die offene Immobilienfonds in Auflösung an Anleger überwiesen hätten. Faktisch hätten die Fonds damit 5,3 Milliarden Euro eingesammelt. (11.02.2016/fc/n/s)