BNP Paribas Easy Low Carbon 100 Europe UCITS ETF: Es ist an der Zeit - ETF-Analyse


04.02.19 10:29
BNP Paribas

Paris (www.fondscheck.de) - Die Analysten der BNP Paribas stellen in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate" den BNP Paribas Easy Low Carbon 100 Europe UCITS ETF (ISIN LU1377382368 / WKN A2DPX9, thesaurierend) vor.

Dekarbonisierung sei untrennbar mit der Energiewende verbunden und solle die Klimaerwärmung sowie deren Auswirkungen auf die Erde bekämpfen. Investoren und Wirtschaft müssten umdenken. Unternehmen würden neben ihrer legitimen Absicht, Gewinne zu erwirtschaften, häufig das Ziel verfolgen, sich von ihren Konkurrenten abzugrenzen und in ihrem Markt eindeutig aufgestellt sein. Künftig werde es aber nicht ausreichen, besonders innovativ oder kundenorientiert zu sein. Sie würden mehr und mehr nach ihrem ökologischen Fußabdruck beurteilt werden. Das Pariser Klimaabkommen, das die Obergrenze der Erderwärmung auf 2 Grad Celsius festlege, und die zunehmende Sensibilisierung der Investoren für nachhaltige Themen würden den Druck erhöhen.

Im Portfoliomanagement sei "Dekarbonisierung" Teil eines nachhaltigen und verantwortungsbewussten Investmentprozesses. Zunächst werde hierbei der CO2-Fußabdruck eines Anlageportfolios gemessen. Dazu berechne man die CO2-Emissionen der Tätigkeiten und Produkte der Unternehmen, in die das Portfolio investiert sei. Danach werde dann das Engagement des Portfolios in Unternehmen mit den höchsten CO2-Emissionen reduziert und in Unternehmen, die Lösungen für die Energiewende liefern würden, verstärkt.

Um den völligen Ausschluss bestimmter Sektoren zu vermeiden, würden Anlagen in Unternehmen mit den geringsten Emissionen bevorzugt und Aktienbestände von Unternehmen mit sehr hohen Emissionen so weit wie möglich begrenzt. Durch diese "Dekarbonisierungsstrategie" könnten Anleger stärker in Unternehmen investieren, die sich besonders um die Reduzierung ihrer CO2-Emissionen bemühen würden, und gleichzeitig Anreize für Unternehmen mit den höchsten Emissionen geschaffen würden, Maßnahmen zur Begrenzung ihrer Umweltauswirkungen zu ergreifen.

Bestärkt durch das Pariser Klimaabkommen, mit dem die Klimaerwärmung bis zum Ende des 21. Jahrhunderts auf 2 Grad Celsius begrenzt werden solle, würden sich immer mehr Anleger für die Strategie von Unternehmen in einer kohlenstoffarmen Welt interessieren. Immer drängender werde das Engagement der Aktionäre bei Unternehmen, die in hohem Maße den Risiken durch die Umstellung auf eine kohlenstoffarme Wirtschaft ausgesetzt seien. Immer mehr Aktionärsverbände würden ihre Rechte nutzen, um kohlenstoffintensive Unternehmen, vor allem im Bereich fossiler Energien, zu einer Veränderung ihres Geschäftsmodells zu bewegen. Als Symbol für die Klimaerwärmung stünden Erdölgesellschaften hierbei an erster Stelle. Im Jahr 2015 hätten fast alle Aktionäre der beiden bedeutendsten Vertreter dieser Branche mehr Transparenz über die Auswirkungen des Kohlenstoffrisikos auf ihre Anlagen verlangt. Im Jahr 2017 sei ein weiteres Branchenschwergewicht aufgefordert worden, die finanziellen Auswirkungen der Energiewende auf seine Aktivitäten zu bewerten.

Mehr als hundert Anleger weltweit mit einem Gesamtvermögen von über 10.000 Milliarden US-Dollar hätten sich 2015 dafür eingesetzt, den CO2-Fußabdruck ihrer Portfolios zu messen und zu veröffentlichen. Zwei einschlägige Initiativen würden die diesbezüglichen Bemühungen der Anleger formalisieren: Der Montréal Carbon Pledge und die Portfolio Decarbonization Coalition, die von den Grundsätzen für verantwortungsbewusstes Investment (PRI) und der Finanz-Initiative des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP FI) ins Leben gerufen worden seien.

Auch wenn es sich um eine globale Bewegung handle, gehe Frankreich noch einen Schritt weiter: Das Energiewendegesetz verlange inzwischen von institutionellen Anlegern, Klimarisiken bei ihren Investments zu berücksichtigen, indem beispielsweise die Messung der Treibhausgasemissionen im Zusammenhang mit den gehaltenen Vermögenswerten und ihr Beitrag zum Kampf gegen die Klimaerwärmung und zur Förderung der Energiewende veröffentlicht würden. Für die "Dekarbonisierung" der Portfolios bestehe also Grund genug, den eingeschlagenen Weg weiterzuverfolgen.

Seit seinem Start vor zehn Jahren weise der Low Carbon 100 Europe Index eine Outperformance in Höhe von über 13 Prozent gegenüber dem MSCI Europe Index auf - und das bei einer deutlich niedrigeren Volatilität. Als erster Vermögensverwalter habe BNP Paribas Asset Management bereits 2008 einen ETF aufgelegt, der die Performance des Index durch eine vollständige physische Replikation ohne Wertpapierleihegeschäfte nachbilde. Der BNP Paribas Easy Low Carbon 100 Europe UCITS ETF verwalte aktuell 428 Millionen Euro, habe eine Gesamtkostenquote von 0,3 Prozent pro Jahr und sei über XETRA handelbar. (Ausgabe Februar 2019) (04.02.2019/fc/a/e)





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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
165,32 € 167,70 € -2,38 € -1,42% 22.03./20:31
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU1377382368 A2DPX9 169,84 € 142,38 €