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Austro-Fondsmarkt weiter auf Rekordniveau - Fondsnews


15.10.21 14:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Das Geschäft österreichischer Fondsgesellschaften bleibt weiter stark, so die Experten von "FONDS professionell".

Das von den Wertpapier-Verwaltungsgesellschaften (VWGs) betreute Volumen habe sich seit Jahresbeginn um 10,2 Prozent auf rund 211,5 Milliarden Euro erhöht. Das teile die Vereinigung österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) mit.

Ein Signal, dass die Anleger der Branche vertrauen sei, dass dieser Zuwachs zu mehr als der Hälfte aus neu investiertem Geld stamme: Abseits der Kurssteigerungen von 9,3 Milliarden Euro seien zum Ende des dritten Quartals Nettomittelzuflüsse (Neuveranlagungen minus Rückgaben) von elf Milliarden Euro zu verbuchen gewesen. (Auch die FMA-Zahlen hätten in diesem Jahr bereits historisch hohe Zuflusswerte gezeigt, wobei die Daten nicht direkt verglichen werden könnten, weil FMA und VÖIG bezüglich Fonds/Dachfonds eine unterschiedliche Rechnungsbasis verwenden würden). Weitere 666 Millionen Euro des Vermögenszuwachses nach VÖIG-Zählung würden aus Ausschüttungen stammen.

Performancesieger im Einjahreszeitraum seien Aktienfonds mit Veranlagungsschwerpunkt Österreich (Plus 60,34 Prozent), gefolgt von Aktienfonds Europa ex. UK mit rund 55,76 Prozent und Mittel- und Osteuropa mit 49,29 Prozent gewesen. Im Rentenbereich sei die Wertentwicklung in Fremdwährung mit plus 3,18 Prozent am besten gewesen.

Längerfristig betrachtet sehe das natürlich anders aus. Über die letzten zehn Jahre hätten sich Aktienfonds mit Schwerpunkt Nordamerika am besten mit einem Plus von 14,49 Prozent per annum entwickelt, gefolgt von Japan (8,41 Prozent p.a.), Euroland (7,91 Prozent p.a.) und Aktienfonds Europa (7,81 Prozent p.a.). Bei den Anleihenfonds hätten im Zehnjahresvergleich Eurorentenfonds (vorwiegend) mit rund 2,71 Prozent p.a. vor den Rentenfonds in Fremdwährung mit 2,21 Prozent p.a. gelegen.

Kräftig gewachsen sei erneut das Volumen der nachhaltigen Investmentfonds. Dieses habe sich seit Jahresbeginn um rund 6,9 Milliarden Euro auf 24,3 Milliarden Euro erhöht - das entspreche einem Plus von 40 Prozent. Die offenen Immobilien-Investmentfonds hätten ihr Fondsvolumen seit Jahresbeginn 2021 um 8,4 Prozent auf rund 10,4 Milliarden Euro steigern können. Die durchschnittliche ein-Jahres-Performance sei gleich wie der Zehnjahreswert, nämlich bei 2,3 Prozent. (15.10.2021/fc/n/s)