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Austro-Fonds steigern Vermögen im Quartal um 4,7 Prozent - Fondsnews


24.06.19 13:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Das von österreichischen Kapitalanlagegesellschaften verwaltete Vermögen legte im ersten Quartal 2019 kräftig zu - dank Kurswertzuwächsen, so die Experten von "FONDS professionell".

Was das investierte Anlegergeld betreffe, stehe allerdings netto ein Minus zu Buche.

Zum 31.03.2019 hätten österreichische Fonds insgesamt ein Vermögen (NAV) von 181,9 Milliarden Euro verwaltet. Das entspreche einem Anstieg im ersten Quartal 2019 um 4,7 Prozent oder 8,1 Milliarden Euro, wie die Finanzmarktaufsicht FMA mitteile.

Der Zuwachs stamme insbesondere aus Kurswertgewinnen, schreibe die Behörde in ihrem Quartalsbericht. Die gute Entwicklung der Märkte kompensiere damit die vorsichtige Haltung der Anleger: Gleichzeitig habe es nämlich im Quartal Nettomittelabflüsse von 150 Millionen Euro gegeben. Insbesondere sei weiter Geld aus Anleihen abgezogen worden (netto minus 447 Millionen Euro), während bei Immobilien netto ein Plus von 270 Millionen Euro stehe.

Das verwaltete Vermögen selbst habe sortiert nach Veranlagungsstrategie bei den reinen Aktienfonds am stärksten zugelegt: Die 333 Vehikel in dieser Sparte würden ein Vermögen von 28,9 Milliarden Euro verwalten, was einem Plus von 11,6 Prozent entspreche. Sehr gut habe sich aber auch die mittlerweile dominierende Gruppe der Mischfonds entwickelt: Hier würden 1.103 Vehikel 75,6 Milliarden Euro (plus 4,8 Prozent) verwalten. Die 488 Rentenfonds würden auf 61,5 Milliarden Euro (plus 2,5 Prozent) und die 18 Immobilienfonds auf 8,8 Milliarden Euro (plus 3,8 Prozent) kommen.

Rückläufig sei hingegen aufgrund des Tiefzinsumfeldes das Vermögen in den 63 Geldmarktfonds und kurzfristige Rentenfonds (6,1 Milliarden Euro, minus 3,4 Prozent). Angeführt würden in der FMA-Statistik ohne Steigerungsangaben noch 29 Private Equity Fonds (0,6 Milliarden Euro), sowie 28 sonstige Fonds (0,4 Milliarden Euro).

Die Gesamtzahl der Fonds inländischer Gesellschaften sei im ersten Quartal weiter und zwar um 16 gesunken - dagegen hätten die zugelassenen Fonds ausländischer KAGs stark zugelegt. Die Zahl der österreichischen KAG sei langfristig rückläufig: Seit 2014 sei sie von 24 auf 16 gesunken. Gleichzeitig, sei die Zahl der AIFM im gleichen Zeitraum von 40 auf 50 gestiegen.

"Das Asset Management wird auf dem österreichischen Finanzmarkt langfristig vielfältiger, komplexer und spezialisierter", fasse der FMA-Vorstand, Helmut Ettl und Klaus Kumpfmüller, den Bericht zusammen: "Der Schwerpunkt verlagert sich von standardisierten Investmentprodukten zu themenorientierten wie etwa 'sustainable finance'".

Die österreichischen Fondsgesellschaften seien gut in das Jahr gestartet. Hier seien die Details:

Das verwaltete Vermögen habe kräftig zugelegt. Verantwortlich sei unter anderem die große Gruppe der Mischfonds (+4,8 Prozent) gewesen. Aber auch Rentenfonds (+2,5 Prozent), Aktienfonds (+11,6 Prozent) und in Immobilienfonds (+3,8 Prozent) hätten insgesamt den NAV steigern können.

Die Anleger und Investoren selbst hätten sich zurückhaltend gezeigt: Das erste Quartal 2019 weise für österreichische Fonds gem. InvFG 2011 und ImmoInvFG6 aggregierte Nettomittelabflüsse von 150 Millionen Euro auf. Vertrauen hätten nur Immobilienfonds (EUR +270 Mio. YTD), Mischfonds (EUR +66 Mio. YTD) und sonstigen Fonds (EUR +6 Mio. YTD) genossen. Dagegen habe es Nettomittelabflüsse bei Rentenfonds (EUR -447 Mio. YTD) und Aktienfonds (EUR -45 Mio. YTD) gegeben.

Zum Stichtag waren in Österreich 16 Kapitalanlagegesellschaften (KAG) und 50 Alternative Investmentfonds Manager (AIFM) zugelassen, die zum Einen 958 "Organismen zur gemeinsamen Veranlagung in Wertpapieren" (OGAW) aufgelegt hatten, zum Anderen 1.104 Alternative Investmentfonds (AIF), so die Experten von "FONDS professionell".

Bei den ausländischen Fonds handele es sich überwiegend um 7.477 OGAW neben 1.188 AIF. Unter diesen AIF seien 91 EuVECA, vier Europäische Fonds für soziales Unternehmertum (EUSEF) sowie drei Europäische langfristige Investmentfonds (ELTIF). EU-AIF dürften nach erfolgter Notifikation lediglich an professionelle Anleger sowie unter bestimmten Voraussetzungen an qualifizierte Privatkunden vertrieben werden. (24.06.2019/fc/n/s)