Ausblick: Stärkere Eröffnung erwartet


27.07.12 08:42
aktiencheck.de

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die deutschen Standardwerte notierten im Donnerstaghandel in der Gewinnzone. Dabei stützte der Umstand, dass EZB-Chef Mario Draghi weitere Unterstützung für die Krisenstaaten der Eurozone signalisiert hat. Der DAX gewann zuletzt 2,75 Prozent auf 6.582,96 Punkte. Der MDAX legte um 2,36 Prozent zu auf 10.722,69 Punkte. Für den SDAX ging es derweil um 0,32 Prozent nach oben auf 4.832,41 Zähler, während der TecDAX um 2,16 Prozent auf 772,57 Punkte anzog.

Asiatische und US-Börsen:

Die US-Leitindizes konnten am Donnerstag angesichts erfreulicher Konjunkturdaten und einiger guter Unternehmenszahlen satte Aufschläge verbuchen. Der Dow Jones gewann 1,67 Prozent auf 12.887,93 Zähler. Der NASDAQ Composite präsentierte sich mit einem Plus von 1,37 Prozent bei 2.893,25 Zählern, während der S&P 500 einen Aufschlag von 1,65 Prozent auf 1.360,02 Punkte zeigte. Die Futures notieren derzeit im Plus. So tendiert der Dow Jones Future bei 12.878,00 Punkten (+53,00 Punkte), der NASDAQ Future bei 2.586,00 Punkten (+13,50 Punkte) und der S&P Future bei 1.359,80 Zählern (+5,00 Punkte).

Die größten Börsen in Asien entwickeln sich nach den guten Vorgaben der US-Börsen freundlich. Nach der positiven Entwicklung des vorangegangenen Handelstages schloss der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Plus von 1,46 Prozent bei 8.566,64 Punkten.

In China zeigen die Aktienmärkte hingegen grüne Vorzeichen. So steht der Hang Seng derzeit mit 2,16 Prozent im Plus bei 19.300,67 Punkten, während der Shanghai Composite um 0,11 Prozent anzieht auf 2.128,38 Punkte.


Der Markt heute:

Der Bund Future fällt bisher um 0,12 Prozent auf 143,84 Punkte.

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Kursgewinnen starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 6.609 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 6.603,75 Zählern (+0,4 Prozent).

In Deutschland stehen heute die Verbraucherpreise an. Ferner wird in Italien das Geschäftsklima und in Frankreich das Verbrauchervertrauen bekannt gegeben. Aus den USA werden heute das BIP und die Verbraucherstimmung gemeldet.


Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Wichtige Quartalszahlen stehen heute bei Aon, Calpine, Chevron, Coventry Health Care, DR Horton, KKR, Legg Mason, McClatchy, Merck & Co, Newell Rubbermaid, Newmont Mining, Weyerhaeuser, Samsung, EADS, Linde, Lafarge, PSI, Michelin, Total, Danone, Renault, Barclays und Anglo American an.


Der deutsche Markt am Donnerstag:



Das Konsumklima in Deutschland kann seine stabile Entwicklung fortsetzen. Die größer werdenden Konjunkturrisiken haben sich bislang nicht auf den GfK-Konsumklimaindikator ausgewirkt. Dies gab die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) gestern bekannt. Der Gesamtindikator prognostiziert demnach für August 2012 einen Wert von 5,9 Punkten nach 5,8 Zählern im Juli. Die GfK bestätigt ihre zu Beginn dieses Jahres getroffene Prognose, wonach der reale private Konsum 2012 um 1 Prozent steigen wird. Daneben haben sich die deutschen Außenhandelspreise im Juni nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit abgebremstem Tempo erhöht. Gegenüber dem Vorjahresmonat verteuerten sich die Importe um 1,3 Prozent, nach einem Plus von 2,2 Prozent im Vormonat und 6,5 Prozent im Juni 2011. Die Exportpreise legten im Vorjahresvergleich nur noch um 1,4 Prozent zu, während sie im Mai 2012 um 1,6 Prozent und im Juni 2011 um 3,4 Prozent geklettert waren.

Als Folge der Abstufung Deutschlands hat die Rating-Agentur Moody`s am späten Mittwochabend nun auch den Ausblick für die Bonität von 17 Geldhäusern von "stabil" auf "negativ" reduziert. Prominente Namen sind etwa die BayernLB, die LBBW, die HSH Nordbank, die Kreditanstalt für Wiederaufbau sowie die IKB Deutsche Industriebank.

Auch gestern stand wieder eine ganze Reihe an Quartalsausweisen im Fokus der Investoren. Die Deutsche Börse AG (ISIN DE0005810055 / WKN 581005) konnte im zweiten Quartal mit einem soliden Ergebnis aufwarten. Die Unternehmensaktie reagierte mit einem Plus von 2,6 Prozent. Siemens hat sein Konzernergebnis im dritten Quartal vor dem Hintergrund eines starken Umsatzwachstums deutlich verbessert. Nach neun Monaten zeigte sich das Ergebnis dagegen rückläufig, während im dritten Quartal ein deutlicher Gewinnanstieg ausgewiesen werden konnte. Indes verwies der Konzern darauf, dass es aufgrund einer zunehmenden Investitionszurückhaltung bei den Kunden und einem stärkeren konjunkturellen Gegenwind schwieriger geworden ist, die Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr zu erreichen. Des Weiteren ist eine Abspaltung von Osram geplant. Die Titel des Technologiekonzerns verbilligten sich um 1,2 Prozent. Daneben meldete der Chemiekonzern BASF, dass sein Konzernergebnis im zweiten Quartal gesunken ist, während der Umsatz und das bereinigte operative Ergebnis zulegen konnten. Im ersten Halbjahr zeigt sich ein ähnliches Bild. Der Ausblick für 2012 wurde trotz zunehmender konjunktureller Risiken bestätigt. Das Papier stieg um 2,9 Prozent.

Volkswagen (ISIN DE0007664039 / WKN 766403) notierten nahezu unverändert, nachdem der Automobilkonzern seinen Rekordkurs im ersten Halbjahr unverändert fortsetzen konnte und sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis deutlich zulegte. Die Zahl der Fahrzeugauslieferungen stieg um mehr als 10 Prozent. Für das laufende Fiskaljahr erwartet Volkswagen weiterhin ein Umsatzplus. Dabei gehen die Wolfsburger von einem weiteren Anstieg der Fahrzeugauslieferungen in der zweiten Jahreshälfte 2012 aus. Bereits am Vorabend teilte der Nutzfahrzeugkonzern MAN mit, dass sein Umsatz im ersten Halbjahr 2012 gesunken ist. Der Gewinn war ebenfalls rückläufig. Für das Gesamtjahr erwartet MAN einen Rückgang des europäischen Nutzfahrzeugmarktes um 5 bis 10 Prozent. Für die MAN Gruppe insgesamt wird daher weiterhin von einem leicht rückläufigen Umsatz ausgegangen. Die Anteilsscheine brachen als Schlusslicht im DAX um 5,7 Prozent ein. Vorne legten adidas um 2,4 Prozent zu.


Wichtige Meldungen:

Die amerikanische Starbucks Corp. (ISIN US8552441094 / WKN 884437) legte am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das dritte Fiskalquartal 2011/12 vor. Die Kaffeehauskette konnte dabei zwar Umsatz und Gewinn steigern, verfehlte jedoch die Erwartungen. Auch der Ausblick enttäuschte und belastete so den nachbörslichen Kursverlauf.

Die Facebook Inc. (ISIN US30303M1027 / WKN A1JWVX) veröffentlichte am Donnerstag nach US-Börsenschluss ihre Zahlen für das zweiten Quartal 2012. Dabei musste der Social Network-Konzern trotz Umsatzanstieg wegen höherer Kosten einen Verlust ausweisen. Während die Umsatzerwartungen der Analysten übertroffen wurden, lag das bereinigte EPS auf Höhe der Konsensschätzungen. Dennoch überzeugten die ersten Quartalszahlen seit dem Börsengang im Mai die Anleger nicht.

Die Amazon.com Inc. (ISIN US0231351067 / WKN 906866) veröffentlichte am Donnerstag nach US-Börsenschluss ihre Zahlen für das zweiten Quartal 2012. Dabei fielen Umsatz und Gewinn unterhalb der Erwartungen aus. Der Ausblick konnte ebenfalls nicht überzeugen.

Der Baustoffkonzern Compagnie de Saint-Gobain S.A. (ISIN FR0000125007 / WKN 872087) hat am Donnerstag die Zahlen zum ersten Halbjahr 2012 veröffentlicht. Dabei enttäuschte der Konzern bei Umsatz- und Gewinnentwicklung.

Der französische Kosmetikkonzern L'Oréal S.A (ISIN FR0000120321 / WKN 853888) hat im zweiten Quartal 2012 den Umsatz stärker als erwartet gesteigert.

Der französische Luxusgüterkonzern LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton S.A. (ISIN FR0000121014 / WKN 853292) konnte seinen Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr 2012 gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern. Dies erklärte das Unternehmen am Donnerstag in einer Pressemitteilung. (27.07.2012/ac/n/m)





hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
8.217,63 - 8.229,51 - -11,88 - -0,14% 19.06./14:57
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0008469008 846900 8.558 - 6.097 -

Werte im Artikel

211,00 plus
+1,93%
128,30 plus
+0,96%
3.482 plus
+0,87%
49,97 plus
+0,73%
49,36 plus
+0,32%
74,58 plus
+0,30%
5.973 plus
+0,19%
31,96 plus
+0,10%
84,05 plus
+0,06%
1.652 plus
0,00%
14.118 minus
-0,04%
958,37 minus
-0,07%
8.218 minus
-0,14%
127,75 minus
-0,33%
79,72 minus
-0,34%
161,20 minus
-0,37%
18,16 minus
-1,01%