Aramea Rendite Plus A-Fonds: 04/2020-Bericht, Wertzuwachs von 4,84% - Fondsanalyse


29.05.20 09:30
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Die Anlagestrategie des Aramea Rendite Plus A soll durch die gezielte Auswahl von verzinslichen und sonstigen Anlageinstrumenten umgesetzt werden, so die Experten von Aramea Asset Management.

Der Schwerpunkt der Anlage solle auf in Euro ausgestellten Nachranganleihen und Genussscheinen liegen. Anlagen in Fremdwährungen könnten vorgenommen werden.

Nach den starken Kursrückgängen im März habe im April eine langsame Erholung begonnen. Erste Investoren hätten interessante Einstiegsgelegenheiten bei den Nachranganleihen wahrgenommen, die auch im Vergleich zu Senioranleihen wieder Boden hätten gutmachen können. Finanzinstitute (Banken & Versicherungen) hätten im Berichtszeitraum per Saldo 5,92% höher notiert. Der deutlich volatilere Versicherungssektor (6,45%) habe dabei besser performt als die stabileren Nachranganleihen von Banken (5,78%). Das ausgeprägte Chancen-Risiko-Profil der CoCos habe sich im April in einer Performance von 9,05% widergespiegelt. Der Risikoappetit für Non-Financials sei dagegen etwas geringer gewesen. Hybridanleihen von Industrieunternehmen hätten eine Performance von 5,13% gezeigt. Relativ schwergetan hätten sich Investoren mit dem High Yield Segment, das nur um 3,58% habe zulegen können.

Im Monat April habe sich die Wertentwicklung des Aramea Rendite Plus auf 4,84% belaufen. Das Highlight des Monats bescherte uns abermals die Drägerwerk AG, die nun auch die noch verbliebenen Genussscheine der Serie A und K mit Wirkung zum Ende des Kalenderjahres 2020 gekündigt hat, so die Experten von Aramea Asset Management. Der ARP sei darauf spezialisiert, solche Sondersituationen am Markt zu antizipieren und sich frühzeitig in den jeweiligen Papieren zu positionieren. Wertbeiträge hätten im April neben Drägerwerk insbesondere Anleihen der Deutschen Postbank, Vivat, Bertelsmann und Royal Bank of Scotland geliefert.

Die anhaltende Risikoaversion habe die regulatorische Einflussnahme auf die Bilanzstrukturierung bei Finanzinstituten etwas in den Hintergrund treten lassen. Kündigungswahrscheinlichkeiten bei vielen Papieren erscheinen ausgepreist, so die Experten von Aramea Asset Management. Dies betreffe vor allem die von der Regulatorik betroffenen Nachranganleihen von Banken und Versicherungen. Der noch anhaltende Risk-Off Modus kreiere interessante Chancen.

Hinsichtlich der aufziehenden Rezession müsse man den Banken zu Gute halten, dass ihre Kapitalausstattung deutlich besser sei als in der letzten Finanzkrise und Bilanzen qualitativ besser aufgestellt seien. Während wir 2008 eine endogene Krise im Finanzsektor hatten, die auf die Realwirtschaft übergreift, stellt sich die Situation heute invers dar, so die Experten von Aramea Asset Management. Demnach dürften Banken dieses Mal nicht Teil des Problems, sondern der Lösung sein, was den Sektor stärken dürfte. Zudem hätten die EZB und die Bankenaufsicht regulatorische Erleichterungen beschlossen, um den Sektor bei seiner Aufgabe der Kreditversorgung zu unterstützen. Auch im Corporate Hybrid Sektor würden sich gute Einstiegsgelegenheiten ergeben. Dieser Anteil im Fonds sei erhöht worden.

Der Schwerpunkt des Fonds liege auf stabilen Emittenten. Das durchschnittliche Rating aller im Fonds enthaltenen Wertpapiere belaufe sich auf "BBB-", das durchschnittliche Rating aller im Fonds enthaltenen Emittenten auf "A-". Diese Tatsache sei wichtig, da Nachranganleihen im Regelfall zwei bis vier Ratingstufen schlechter notieren würden als das emittierende Unternehmen selbst.

Der Fonds weise zum Ende des Berichtszeitraumes einen durchschnittlichen Kupon von 4,14% bei einer durchschnittlichen erwarteten Rendite von 10,62% auf. An dieser deutlichen Differenz lasse sich die Auspreisung von regulatorisch getriebenen Kündigungen erkennen. Dabei sei weiterhin zu erwähnen, dass dieser Wert bereits um Absicherungskosten gegenüber Fremdwährungsrisiken bereinigt sei. Bekanntermaßen solle der Fokus des Fonds auf der Ausnutzung attraktiver Renditekomponente liegen, die Nachranganleihen aufgrund regulatorischer Veränderungen (Basel III & Solvency II) und struktureller Besonderheiten mit sich bringen würden. Strategische Positionierungen auf Währungsbewegungen würden nicht dazu gehören und würden daher konsequent abgesichert. (Stand vom 30.04.2020) (29.05.2020/fc/a/f)






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