Anlageprofi: Absolute-Return-Fonds steht Härtetest noch bevor


18.09.19 10:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Bisher haben Absolute-Return-Fonds nur gute Zeiten gesehen, sagt Matthias Schäfer, Portfoliomanager und Leiter der Abteilung Lösungsentwicklung bei der Vermögensverwaltung Rhein Asset Management (RAM). Ob die Strategie Bestand hat, werde sich erst noch zeigen müssen, so die Experten von "FONDS professionell".

Eine gleichbleibende Rendite unabhängig von Marktbewegungen über einen fest definierten Anlagezeitraum: Das würden Absolute-Return-Fonds versprechen. "Im aktuellen Kapitalmarktumfeld erfreuen sich diese Strategien nunmehr wieder großer Beliebtheit", so Schäfer. Immerhin würden sie auf dem Papier einen guten Eindruck machen.

"Die meisten Absolute-Return-Strategien kennen im Prinzip nur steigende Märkte. Die ältesten von Ihnen können auf einen Track-Record von sieben bis acht Jahren zurückblicken", habe Schäfer gesagt. "In dieser Zeit ist zwar einiges an den Märkten passiert, aber wirkliche Krisenszenarien waren die Strategien noch nie ausgesetzt." Denn seit der Finanzkrise seien die Märkte im Durchschnitt auf neue Höchststände gestiegen.

Ob Absolute-Return-Strategien für den einzelnen Anleger Sinn machen würden, hänge somit vom Einsatz des Portfoliomanagers ab, so Schäfer. In einem aktiv gemanagten Portfolio könnten solche Fonds nach Ansicht des RAM-Experten Sinn machen. Das Risiko einer solchen Strategie sollten Anleger dabei aber keinesfalls außer Acht lassen, denn: "Bei stark ansteigender Volatilität kann eine solche Strategie durchaus auf dem Niveau von Aktieninvestments verlieren", erkläre Schäfer. (18.09.2019/fc/n/s)