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Analyse: Diese Fondsanbieter sammelten 2020 das meiste Geld ein - Fondsnews


28.10.20 12:15
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der US-Vermögensverwalter BlackRock hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres mit seinen Fonds europaweit 68,3 Milliarden Euro eingeworben, so viel wie kein anderer Asset Manager, so die Experten von "FONDS professionell".

Das gehe aus der aktuellen Ausgabe des "European Fund Industry Review" von Refinitiv Lipper hervor.

Auf Platz zwei des Rankings der absatzstärksten Fondsanbieter seit Jahresbeginn lande J.P. Morgan Asset Management mit 56,9 Milliarden Euro, gefolgt von Goldman Sachs AM mit 23,3 Milliarden Euro. Auf den Rängen drei bis zehn würden die Anbieter Morgan Stanley, BNP Paribas AM, Vanguard, DWS, HSBC, Credit Suisse und Credit Mutuel folgen.

Flossbach von Storch gelinge ein Achtungserfolg: Der Kölner Vermögensverwalter stehe gemessen am Absatz in den ersten drei Quartalen dieses Jahres europaweit auf dem 15. Platz. Betrachte man nur Mischfonds, erreiche Flossbach mit einem Nettomittelaufkommen von 5,9 Milliarden Euro sogar Rang zwei. Nur die ING (9,4 Milliarden Euro) habe laut Lipper Refinitiv noch mehr Geld mit gemischten Portfolios eingesammelt.

BlackRock bleibe mit einem verwalteten Vermögen von 990 Milliarden Euro mit Abstand Europas größter Asset Manager. Amundi lande mit 418 Milliarden Euro in der Lipper-Refinitiv-Auswertung auf Platz zwei, gefolgt von J.P. Morgan Asset Management (393 Mrd. Euro), der UBS (353 Mrd. Euro) und der DWS (322 Mrd. Euro).

Unter dem Strich hätten Anleger der Branche in den ersten neun Monaten dieses Jahres europaweit 297,1 Milliarden Euro anvertraut. Davon würden jedoch 211,3 Milliarden Euro auf Geldmarktfonds entfallen, also auf margenarme Produkte, aus denen sich die Investoren erfahrungsgemäß schnell zurückziehen würden, wenn sie woanders Chancen wittern würden.

Das branchenweit verwaltete Vermögen sei über die vergangenen drei Quartale leicht von 12,3 auf 12,0 Billionen Euro gesunken. Die Asset Manager hätten sich demnach noch nicht komplett vom Corona-Crash im März erholen können. 871 Milliarden Euro, also gut sieben Prozent des verwalteten Vermögens, würden auf ETFs entfallen. Der Anteil der börsengehandelten Indexfonds halte sich demnach nach wie vor im Rahmen, er wachse aber stetig. (28.10.2020/fc/n/s)