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Globaler ETF-Markt: Mittelzuflüsse im 1. Halbjahr 2021 bei 588,6 Mrd. Euro


23.07.21 11:05
Amundi

Paris (www.fondscheck.de) - Die globalen ETF-Mittelzuflüsse beliefen sich im ersten Halbjahr 2021 auf 588,6 Mrd. Euro, so die Experten von Amundi.

Der US-Markt habe dabei deutlich mit Neugeldern in Höhe von 471,1 Mrd. Euro (80%) dominiert, gefolgt von Europa mit 90,3 Mrd. Euro (15%) und Asien mit 27,2 Mrd. Euro (4,6%). Mehr als drei Viertel der Zuflüsse (77%) bzw. 447,0 Mrd. Euro seien auf Aktien-ETFs entfallen. Anleihe-ETFs hätten Neugelder von 134,6 Mrd. Euro (23%) verbucht.

Im Juni seien ETFs global 8,9 Mrd. zugeflossen. Dies entspreche in etwa dem Mai-Niveau. Allerdings habe es Verschiebungen unter den regionalen ETF-Märkten gegeben. Während sowohl bei in den USA als auch bei in Europa registrierten ETFs die Zuflüsse gegenüber dem Vormonat gestiegen seien (USA: 78 Mrd. Euro; Europa: 14 Mrd. Euro), seien bei in Asien registrierten ETFs im Juni 4 Mrd. Euro abgeflossen.

In Europa registrierten Aktien-ETFs seien im ersten Halbjahr 2021 71,6 Mrd. Euro zugeflossen. Globale Indices hätten in Europa das Gros der Flows mit 34,3 Mrd. Euro verzeichnet, gefolgt von den USA und Nordamerika mit Zuflüssen von zusammen 17,0 Mrd. Euro. Wie in den vergangenen Monaten seien aus asiatischen und südamerikanischen Schwellenländern weiter Mittel abgeflossen (-305 Mio. Euro bzw. -231 Mio. Euro).

Auf Ebene der Einzelländer hätten ETFs auf Japan- (+3,4 Mrd. Euro), Großbritannien- (+2,8 Mrd. Euro) und China-Indices (+1,4 Mrd. Euro) zugelegt. Abflüsse hätten hingegen ETFs auf französische (-557 Mio. Euro) und deutsche Aktien (-495 Mio. Euro) verzeichnet.

In puncto Sektoren seien ETFs auf Finanztitel am gefragtesten gewesen (+4,5 Mrd. Euro), was die Hoffnung auf eine robuste Wirtschaftserholung infolge der sich abflachenden Corona-Bedrohungen widerspiegeln könnte. Diese Zuversicht könnte auch die gute Nachfrage nach Value-Strategien (+9,1 Mrd. Euro) erklären. ESG- und Klima-ETFs hätten ebenfalls weiterhin im Anlegerfokus gestanden. Ihnen seien in den ersten sechs Monaten - auch angetrieben durch neue regulatorische Rahmenbedingungen - 30,4 Mrd. Euro bzw. 3,8 Mrd. Euro zugeflossen.

In Europa registrierten Bond-ETFs seien im ersten Halbjahr 2021 15,5 Mrd. Euro zugeflossen. Anleger hätten ETFs auf Unternehmensanleihen (+7,8 Mrd. Euro) gegenüber solchen auf Staatsanleihen (+5,4 Mrd. Euro) präferiert.

Am beliebtesten gewesen seien US-Unternehmensanleihen, wobei das Investment-Grade-Segment Zuflüsse von 3,0 Mrd. Euro und das US-High-Yield-Segment Zuflüsse von 1,2 Mrd. Euro verzeichnet habe. Investoren hätten Gelder aus der Eurozone abgezogen - 339 Mio. Euro aus dem High-Yield- und 332 Mio. Euro aus dem Investment-Grade-Segment.

Bei Staatsanleihen seien ETFs auf chinesische Papiere im 1. Halbjahr am gefragtesten gewesen (+4,9 Mrd. Euro). Abflüsse habe es hingegen bei ETFs auf Eurozonen-Staatsanleihen (-1,6 Mrd. Euro) und globalen Schwellenländer-Anleihen (-1,2 Mrd. Euro) gegeben. Auch US- und Eurozonen-Inflation-Linked-Bonds seien 1,6 Mrd. bzw. 1,5 Mrd. Euro zugeflossen.

Auch auf der Rentenseite hätten Anleger von traditionellen zu Nachhaltigkeits-Indices (+11,6 Mrd. Euro) geswitcht. Dies entspreche rund 75% der gesamten Zuflüsse in Renten-ETFs im ersten Halbjahr 2021. (Ausgabe Juli 2021) (23.07.2021/fc/a/e)