Allianz GI dünnt Fondssortiment aus - Fondsnews


15.11.19 12:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Allianz Global Investors (Allianz GI) räumt seine Fondspalette auf, so die Experten von "FONDS professionell".

Der Asset Manager werde per Mitte Dezember je einen globalen, einen US- und einen Emerging-Market-Aktienfonds mit einem Portfolio fusionieren, das eine ähnliche Strategie verfolge. Das gehe aus Mitteilungen an Vertriebspartner hervor, die "FONDS professionell ONLINE" vorlägen.

Konkret betreffe der Schritt das global investierende, rund 180 Millionen Euro schwere Aktienportfolio Allianz Global Insights (ISIN IE0008479408 / WKN 926091), das auf den AGIF - Allianz Global Equity Insights (84 Mio. Euro) als aufnehmenden Fonds verschmolzen werde. Ferner gehe der Allianz US Equity (230 Mio. Euro) in dem AGIF Allianz US Equity Fund (26 Mio. Euro) auf. Und die Assets des 23 Millionen Euro schweren Allianz Global Emerging Markets Equity würden auf den Allianz Emerging Markets Equity Opportunities (156 Mio. Euro) übertragen.

Motive für diese Zusammenlegungen seien nach Angaben des Vermögensverwalters, der ab 2020 einen neuen Vorstandschef habe, Synergieeffekte und eine Vereinfachung der "operativen Produktstruktur". Die abgebenden Portfolios seien nämlich alle in Irland domiziliert und würden dort von der White-Label-Kapitalverwaltungsgesellschaft Carne Global Fund Managers betreut. Irland sei um die Jahrtausendwende von Asset Managern häufig als Domizil gewählt worden, wenn Produkte auch international vertrieben werden sollten - das habe auch Allianz GI bei den um diese Zeit lancierten Fonds getan.

Mittlerweile lege der zum Allianz-Konzern gehörende Vermögensverwalter aber in Luxemburg seine auch für den internationalen Vertrieb gedachten Produkte auf. Dort sei etwa der Umbrella Fund AGIF domiziliert. "Die Verschmelzung der irischen Fonds in die jeweiligen Luxemburger Schwesterfonds dient also der Vereinfachung in der operativen Produktarchitektur", habe ein Sprecher von Allianz GI auf Anfrage gesagt.

Die Fusionen sollten zudem die Kosten senken: Laut dem Schreiben an die Vertriebspartner könne der jeweils entstehende größere Fonds Skaleneffekte nutzen und Transaktionen dadurch effizienter durchführen. "Wir erheben für unsere Fonds eine All-in-Fee, insofern wirken sich die Skaleneffekte nur bei den Transaktionskosten aus", erläutere der Sprecher weiter. (15.11.2019/fc/n/s)






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