So sieht Deutschlands Zukunft aus

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eröffnet am: 06.04.16 12:01 von: reginchen2 Anzahl Beiträge: 29563
neuester Beitrag: 04.07.19 10:11 von: Arni1981 Leser gesamt: 3270574
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06.04.16 12:01 #1 So sieht Deutschlands Zukunft aus
Deutschland im Jahr 2030: Die Arbeitslosenzahl liegt bei mehr als zwei Millionen und das Wirtschaftswachstum kommt über 1,4 Prozent pro Jahr kaum hinaus. So lautet die Prognose der Beratungsgesellschaft Prognos aus dem Jahr 2006.
(Quelle: Prognos / Handelsblatt)
http://www.rp-online.de/wirtschaft/...lands-zukunft-aus-bid-1.2203212


Mittlerweile schreiben wir das Jahr 2016. Viel hat sich inzwischen getan. Schon alleine die ab 2008 getroffenen Entscheidungen über unsere Finanzen, die Energiepolitik und jetzt die Aufnahme von einer nicht unerheblichen Menge an Flüchtlingen haben Deutschland stark verändert.
Aber auch politische Entscheidungen auf kleineren Ebenen, speziell die, die unser soziales Umfeld beeinflussen, sind merkbar und haben massiv das Untereinander beeinflusst.

Ich würde mich freuen, wenn hier eine Diskussionsrunde entsteht, die querbeet politische oder soziale Weichenstellung aufzeigt, zur Diskussion stellt und vielleicht Lösungsansätze formuliert.
 
06.04.16 12:08 #2 Generation Probezeit
und Zeitarbeit für 8,50 Euro.
Blos keine Kinder bekommen, da hat kaum ein AG verständnis für....
Also lieber im alten Job bei hohem Bruttolohn weiterarbeiten, als Kinder bekommen
und nach den Erziehungsjahren in die Zeitarbeit (Versklavung) landen...
evtl. Mieten nicht mehr bezahlen können ...

Darum bleibt u.a auch der Nachwuchs aus ....  
06.04.16 12:10 #3 Wie heißt es so schön...
Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Mit einem durchschnittlichen Wachstum von 1,4 % und einer durchschnittlichen Arbeitslosigkeit um die 2 Millionen über viele Jahre wäre D jedenfalls nicht schlecht bedient...
Wäre es ein Angebot, sollten wir unterschreiben!
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06.04.16 12:21 #4 #2
un den Nachwuchs kümmern sich jetzt ja die Flüchtlinge...  
06.04.16 12:24 #5 Danke reginchen für dieses neue Forum
Der Blick in die Zukunft ist spannend, ich denke, die fetten Jahre neigen sich langsam dem Ende zu.

Die Bundesausgaben werden ab nächstes Jahr alles übersteigen was wir je erlebt haben. Die Energiepolitik wird dabei eine tragende Rolle einnehmen, wie diese finanziert wird – nach dem endgültigen Atomausstieg – ist mir ein Rätsel.

Es ist wohl keine Frage, dass die Finanzierung der Integration sehr viel Kapital verschlingen wird. Sollte die Integration aber auf „breiter Front“ gelingen, wird noch einige Zeit vergehen bis ein Kapitalrückfluss einsetzt.
Ich würde uns ein Gelingen wünschen, denn sollte es eintreffen, werde ich mich für meine kritischen Postings hier entschuldigen.

Doch auch der Abbau der Alterstarmut wird in den nächsten Jahren ein brisantes Thema, ohne entsprechende staatliche Instrumente, wird sie unaufhaltsam fortschreiten. Die Bildung war schon immer ein Stiefkind der verschiedenen Regierungen, man wollte ja alles tun um diese zu fördern, doch außer Botox - Lippenbekenntnisse kam da nichts was erwähnenswert wäre.

Lieber werden Unmengen von Kapital in die Bundeswehr gesteckt, zur Verteidigung, gegen welchen Feind müssen wir uns denn verteidigen. Es gibt so viele „Feinde“, die jetzt schon über unsere maroden Panzer und schlechten Gewehre schmunzeln.

Nein, in der Bundesrepublik gibt es zu viele Baustellen, dass man sehr skeptisch in die Zukunft schauen muss.

Nun haben wir mit der Türkei noch ein neuen Klotz am Bein, dass ist wirklich die Krönung !


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Wo Angst herrscht verkriecht sich die Vernunft.
06.04.16 12:32 #6 Nr. 5: Da die Bundesausgaben
jedes Jahr höher sind, als das Jahr zuvor, ist die Vorhersage von "Rekordausgaben" quasi eine Nicht-Vorhersage, sondern Gewissheit.
Allerdings haben wir z.B. letztes Jahr mit einem Bundesüberschuss von 20 Mrd. auch Rekorde gerissen. Das grenzt fast schon an Raub. Es steht dem Staat eigentlich nicht zu, so viel mehr einzunehmen, als er ausgibt, da er seine Einnahmen ja schlicht per Dekret den Menschen abknöpft.
Entweder müssten davon massiv Investitionen in die Zukunft - Bildung (dazu gehört auch Integration), Infrastruktur - finanziert werden (da gibt es ja ausreichend Baustellen!) oder er hat es erst gar nicht einzukassieren.
Das würde auch konjunkturell einiges bewirken.  
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06.04.16 12:34 #7 Offizielle Zahlen der Agentur für Arbeit
sind reines Blendwerk unserer Politik dem Wähler gegenüber.

Verdeckte Arbeitslosigkeit, darunter zählen auch z.B. Aufstocker, Kurzarbeiter,
Arbeitslose über 58 Jahre erscheinen gar nicht in der Statistik und jede Menge
Zahlentricks lassen vermuten, dass die wahre Arbeitslosenzahl bei
mindestens 8-10Mio liegen müsste. Flüchtlinge nicht mitgerechnet.

http://www.globalisierung.com.de/verdeckte-arbeitslosigkeit.html

Wie die Zukunft 2030 aussehen wird ist wie der Blick in die Glaskugel
der Wirtschaftsweisen. Die lagen fast immer daneben...

 
06.04.16 12:40 #8 Die Renten sind sicher

für viele auch die Altersarmut...

Ironie aus...  
06.04.16 12:42 #9 Bald muss man die Geldpresse anschmeißen
Auch hier wandert viel Geld hin

Der Despot fühlt sich schon auf der sicheren Seite, wenn er jetzt damit beginnt Maßnahmen gegen die kurdische PKK einzuleiten, dann setzt er sein schrilles Demokratieverständnis eine weitere Krone auf.
Das dieser unselige Typ wie ein Wolf im Schafspelz agiert, ist nicht neu, doch wenn er weiterhin alles verbietet was ihm nicht in den Kram passt, dann sollte die EU überlegen dagegen vorzugehen.

Mit so einen Präsidenten sollte kein Land auf Erden Verträge machen. Die Anhäufung seiner Missetaten ist beängstigend.
Razzien, Festnahmen und Verbote, über alles wird geschwiegen. Es rollt eine Festnahmewellen dessen Ausmaß ich nicht abschätzen kann. In Europa wird für die Meinungsfreiheit gekämpft, doch das  ist bei „ unseren Vertragspartner“ noch nie angekommen.


Zitat:

Im langjährigen Kampf gegen die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan nun erstmals vorgeschlagen, PKK-Unterstützern die türkische Staatsbürgerschaft abzuerkennen
Wir müssen alle Maßnahmen treffen, dazu gehört, den Anhängern der terroristischen Organisation die Staatsbürgerschaft abzuerkennen", sagte Erdogan vor Anwälten in Ankara. Als PKK-Unterstützer bezeichnete der Präsident Akademiker, Journalisten und Politiker, die "wie ein Wolf im Schafspelz" agierten.

http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/...erschaft-entziehen.html

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06.04.16 12:47 #10 Nein
Die offiziellen Zahlen der Agentur für Arbeit umfassen jeden Monat ein Zahlenwerk von um die 40 Seiten. Da wird fast jeder Bürger drin einzeln benannt.
Jedenfalls seht da jeder Aufstocker, Kurzarbeiter und jeder Arbeitslose über 58 Jahren drin.
Dass sie nicht unter die Definition "Arbeitssuchende" fallen, ist korrekt, so lange sie ansonsten transparent aufgelistet werden.
Da diese eine Zahl - die definierte Arbeitslosenquote - gerne politisch missbraucht wird, gibt es zweifellos gelegentlich politische Versuche, sie zu beeinflussen.
Aber die deutsche Definition ist unter den weltweit gebräuchlichen eine der allerstrengsten.
Deshalb liegt die deutsche AL-Quote der Agentur auch regelmäßig deutlich über den in den internationalen Vergleichen etwa von ILO oder EU genannten AL-Quoten für Deutschland.

Im Übrigen ist es eine statistische Vergleichszahl. Sie beschreibt die "Realität" nur gemäß der zugrundeliegenden Definitionen.

Es macht also keinen Sinn, sie ständig wieder als "gefälscht" zu bezeichnen.
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06.04.16 13:05 #11 Na ja Barcode,
nicht als gefälsch - aber als geschönt kann man das schon bezeichnen:

Ich habe dazu heute morgen folgendes gelesen:

"...Die Linken kritisieren, dass bei der offiziellen Statistik knapp 800.000 Arbeitslose nicht berücksichtigt werden. Nicht gezählt werden Personen im Krankenstand (78.396 Personen), mit Ein-Euro-Jobs (68.925) oder jene, die sich in Fortbildung befinden (162.124). Viele der Arbeitslosen, die älter als 58 Jahre sind, erscheinen nicht in der offiziellen Statistik (162.972). Im Mai 2009 kam eine weitere Ausnahme hinzu: Wenn private Arbeitsvermittler tätig werden, zählt der von ihnen betreute Arbeitslose nicht mehr als arbeitslos, obwohl er keine Arbeit hat.

Darüber hinaus tauchen 313.000 nicht erwerbstätige Personen – die korrigierte sogenannte stille Reserve – in keiner Arbeitslosenstatistik auf, weil sie sich entmutigt vom Arbeitsmarkt zurückgezogen haben und sich nicht (mehr) als arbeitslos registrieren lassen, kritisiert die Partei..."
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/...lose-verschwinden/

Wenn man unter "Arbeitssuchend" diese o. g. Menschen vielleicht aufführt aber nicht mit einrechnet, spiegelt es eben halt doch nicht den Istzustand wider.

Die Unterstellung der "Fälschung" ist meines Erachtens wohl eher darauf gemünzt, dass man den Umfang diese Personengruppe je nach Gusto mit unterschiedlichen Maßnahmen statistisch auch gut beeinflussen kann.
Soviel ich weiß, werden jetzt auch Flüchtlinge nicht in die offizielle Statistik mit aufgenommen.  
06.04.16 13:24 #12 Übrigens stand auch ein interessanter
Lösungsansatz in dem Artikel:

"...Wer Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integrieren will, gleichzeitig den hohen Sockel Langzeiterwerbsloser ernsthaft abbauen möchte, muss die Unterfinanzierung in der Arbeitsförderung beenden, ein Programm für öffentlich geförderte Beschäftigung auflegen, das nicht auf Lohndumping setzt und letztlich erheblich mehr Geld für die Integrationsförderung bereitstellen – nicht nur für Flüchtlinge, auch, damit Lehrkräfte gut bezahlt und sozial abgesichert werden können...“

Da haben praktisch dann alle was davon und würde doch Deinem Vorschlag entgegen kommen, Barcode.  
06.04.16 13:28 #13 Flüchtlinge
werden esrst dann in den Status "arbeitssuchend" aufgenommen, wenn sie eine Arbeitsberechtigung erlangt haben. Das ist mehr als logisch.
Und: In D leben rund 81 Mio. 43 Millionen sind effektiv erwerbstätig.
Also sind theoretisch 38 Mio. "arbeitslos". Und jetzt geht die Definition los: Wen muss man von diesen 38 Mio. rausrechnen, um auf eine definierte Zahl der Arbeitslosen zu kommen, um auf eine statistische Vergleichszahl zu kommen, die einigermaßen über gewisse Zeiträume Tendenzen (nicht "Realitäten") wiedergibt. Das ist ihre Funktion.
Alles andere ist auch irgendein definierter Status. Etwa: Aufstocker usw.
Es behauptet ja niemand, dass alle diejenigen, die nicht in der AL-Quoten-Definition aufgenommen sind, einen tollen Job haben. Sie fallen schlicht in einen anderen Definitionsrahmen. Und das ist dann völlig in Ordnung, wenn sie auch in der AL-Statistik benannt werden.
Nur haben sie in der möglichst stabil zu definierenden vergleichszahl nix zu suchen.

Wie gesagt: der politische Gebrauch dieser Zahlen und der Versuch, diese irgendwie zu beeinflussen wegen der politischen Wirkung der immer genannten "Haupt"-Quote ist ja unbestritten. Aber es gibt in diesem Bereich vergleichsweise hohe Transparenz, allerdings nur, wenn man sich darum bemüht, das hoch differenzierte Zahlenwerk auch vorzunehmen.

Es gilt auch für die Linke, dass der Versuch, an der Quote herumzumäkeln, rein politisch motiviert ist, gemäß ihrer politischen Ideologie: "je mehr Arbeitslose wir anprangern können können, desto "rechter" haben wir mit unserer Anklage gegen das angeprangerte ungerechte System"! Also ist ihr politisches Anliegen, möglichst viele von den 38 Mio., die nicht erwerbstätig sind, in die Quotendefinition einzubringen.

Kann man ja machen. Nur: das bringt auch keine Jobs. Nur erhöhtes Ungerechtigkeits-Entrüstungspotenzial, was ja die politische Münze des Linksseins ausmacht...
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06.04.16 13:30 #14 Entrüstungspotenzial schüren
ist übrigens auch die Münze der so genannten "Deutschen Wirtschafts Nachrichten", die von Nachrichtenübermittlung weiter entfernt sind der Mond von der Erde. Da ist ALLES Kommentar.
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06.04.16 13:38 #15 Geld geht, Geld kommt ?
Nun sind die Wahlen gelaufen, wird es nun zu einem Nachtragshaushalt in den Ländern kommen?

Die Bayern haben zwar noch nicht gewählt, doch sie haben einen Nachtragshaushalt für 2016 beschlossen.  In den Wahlländern müssen sich erst noch die Regierungen bilden, ob diese dann ohne mehr Geld auskommen, darüber kann man nur spekulieren.

Zwar verschlugt der Wohnungsbau viel Geld, aber auch die Verwaltung muss zur Bewältigung der Flüchtlingsströme aufgestockt werden. Allein 755 Stellen mussten neu geschaffen werden für die Zentralen Ausländerbehörden. Ob die Kosten für eine nachhaltige Integration in den Nachtragshaushalt schon enthalten sind, geht aus diesem Bericht nicht hervor.

Also gehe ich davon aus, dass die drei Wahlländer auch ihre Finanzen aufstocken müssen.
Doch wo Geld ausgegeben wird, kommt auch Geld in Form von Steuern wieder herein. Man darf nur nicht mehr ausgeben wie man einnimmt, dass wird hier die Gretchenfrage sein.  

Zitat:

2.) Es wird trotz der Migranten bei einem ausgeglichenen Bundeshaushalt bleiben

Über die tatsächlichen Kosten wegen des Massenzustroms lässt sich derzeit nur spekulieren – allein schon deshalb, weil die Zahl der Zuwanderer unklar ist. Bei einer sehr zurückhaltenden Schätzung von 800.000 Zuwanderern in diesem Jahr entstünden laut einer Hochrechnung von Clemens Fuest, Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung, Mehrkosten in Höhe von 20 bis 30 Milliarden Euro pro Jahr. Das kann entweder durch Steuererhöhungen ausgeglichen werden oder durch ein Abrücken von Schäubles „schwarzer Null“. Auf mittlerer Leitungsebene in den betroffenen Ministerien wird deshalb fest damit gerechnet, dass es nach den drei Landtagswahlen im März nächsten Jahres (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt) einen Nachtragshaushalt mit neuer Schuldenaufnahme geben wird.




http://www.cicero.de/berliner-republik/...der-fluechtlingskrise/60145

https://www.stmi.bayern.de/min/geschaeftsbereich/...nhh2016/index.php
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06.04.16 13:44 #16 Schade eigentlich,
dass der eigentlich thematisch breit angelegte Thread jetzt wieder geradezu zwanghaft auf das Flüchtlingsthema verengt wird. Als gäbe es nix anderes...
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06.04.16 13:49 #17 @Barcode
"Es gilt auch für die Linke, dass der Versuch, an der Quote herumzumäkeln, rein politisch motiviert ist, gemäß ihrer politischen Ideologie: "je mehr Arbeitslose wir anprangern können können, desto "rechter" haben wir mit unserer Anklage gegen das angeprangerte ungerechte System"! Also ist ihr politisches Anliegen, möglichst viele von den 38 Mio., die nicht erwerbstätig sind, in die Quotendefinition einzubringen.

Kann man ja machen. Nur: das bringt auch keine Jobs. Nur erhöhtes Ungerechtigkeits-Entrüstungspotenzial, was ja die politische Münze des Linksseins ausmacht... "

Es ist nun einmal Aufgabe der Opposition, sie zu kontrollieren, Fälschungen und Schönreden nicht durchgehen zu lassen. Während die Regierungsfraktion die Unterschlagung von Arbeitslosen als aqrbeitsmarkt- und wirtschaftspolitischen Erfolg feiern läßt, hat sich defacto an der Arbeitslosenfront nicht so sehr viel geändert. Das hat rein gar nichts mit Entrüstungspotential und Recht haben zu tun.



Du hast da ein sehr mekwürdiges Verständnis  
06.04.16 13:53 #18 Arbeitslose über 58 Jahren erscheinen nicht in .
Statistik? Wie muß ich das verstehen, -schließlich sind auch über 58jährige Arbeitssuchend (ein Kumpel von mir (59 Jahre) hat sich gerade bei der AA abgemeldet, weil er eine neue Stelle, Kfz-Meister, gefunden hat.
Der müßte doch aber in den Statistiken der vergangenen Monate stehen, oddaaa?  
06.04.16 13:59 #19 Der Erfolg
kann an Veränderungen von statistischen Definitionen eh nicht bemessen werden. Und das gilt sowohl für die "Verschönerung" als auch für die "Verhässlichung" der Qutendefinition. Das ist der Kern dessen, was ich die ganze Zeit sagen will.
Die aussagekräftigste Zahl in der Beschäftigungsstatistik zur qualitativen Beurteilung der Entwicklung ist allenfalls die Entwicklung der Zahl der einigermaßen "regulär" Beschäftigten.

Und dann gibt es noch viele Detailzahlen, die bestimmte Voränge beleuchten können. Die aber wirklich auch differenziert betrachtet werden müssen.

Mit einer Vergleichszahl - also der Benennung der definierten AL-Zahl/Quote - ist schlicht nur eine Entwicklungstendenz beschrieben. Nicht mehr und nicht weniger. Auf keinen Fall handelt es sich um eine "Realitätsbeschreibung". Von vornherein nicht und auch von der Intention her nicht.
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06.04.16 14:06 #20 Vega
Arbeitssuchende über 58 werden gesondert ausgewiesen. (Aber sie werden in der Statistik ausgewiesen!) DAS ist eine tatsächlich kritisierbare, politisch motivierte Veränderung der Definition "arbeitssuchend", die vor ein paar Jahren vorgenommen wurde. Es handelt sich allerdings um eine sehr kleine Gruppe, die die Quote nur unwesentlich beeinflusst. Trotzdem war es eine der eher unsinnigen Eingriffe in die Statistik.
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06.04.16 14:09 #21 Danke Barcode
06.04.16 14:14 #22 PS
Ob er noch als "arbeitslos" geführt wird oder nicht, hängt allerdings an ein paar Bedingungen.
Hier kannst du mehr erfahren. Da erklärt es eine, die sich auskennt.

http://www.nachdenkseiten.de/?p=22848

Ich muss dementsprechend auch meine oben geschriebenen Texte dahingehend korrigieren, dass es nicht um die Definition "arbeitssuchend", sondern "arbeitslos" geht...
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06.04.16 14:50 #23 Barcode,
das Spektrum dieses Threads ist tatsächlich breit gefächert. Natürlich wird sich dieser Thread auch mit dem Thema Flüchtlinge auseinandersetzen müssen und können.

Bei dem Thema Arbeitslosigkeit sind auch die Flüchtlinge mit einzubeziehen. Schon einfach auf Grund der Tatsache, dass durch diese Menschen zukünftig der Arbeitsmarkt einer starken Belastungsprobe unterzogen wird, ist es schon wichtig, einmal zu betrachten, wie diese Menschen integriert werden.

Barcode, zumindest könntest Du auch anerkennen, dass die Vörschläge der DWN vernüftig sind.

Vielen Dank übrigens, dass man sich hier sachlich und ohne Raufereien beteiligt. Das ist mir ein Grundanliegen.  
06.04.16 14:51 #24 @ BarCode: # 16
Du hast geschrieben:

 „ Schade eigentlich
dass der eigentlich thematisch breit angelegte Thread jetzt wieder geradezu zwanghaft auf das Flüchtlingsthema verengt wird, als gebe es nichts anderes.“

Nun, wenn ich deinen Beitrag richtig verstanden habe begrüßt du die breite Thematik hier, so sollten wir es auch halten.

Doch zu dieser Breite gehören nun auch andere wichtige Themen unserer Zeit. Vollbeschäftigung, Lebensarbeitszeit und Arbeitslosigkeit sind ohne weiteres spannende Themen . Finanzen und Energiepolitik sind Themen die uns in den nächsten Jahrzehnten ständig beschäftigen werden.

Doch ein Thema – das der Flüchtlinge und die erfolgreiche Integration dieser Menschen – wird untrennbar mit der Bundesrepublik,  weit über das Jahr 2040,mit uns verbunden sein.
Somit ist dieses Thema nicht nur brisant wegen der Anzahl der Asylsuchenden, sondern es wird auch die Arbeitsmarktpolitik der Bundesrepublik in den nächsten Jahren prägen.

Doch du, und auch viele  andere bemühte User werden hoffentlich genug Raum hier finden um ihre Gedanken, Einschätzungen und Erfahrungen hier posten.
Ein neues Streitforum ist das letzte was ich mir hier wünsche.

Dein Verständnis setze ich voraus.
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06.04.16 15:13 #25 Barcode,
natürlich geht es dann um Flüchtlinge, die ihr Aufnahmeverfahren hinter sich haben und für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Selbstredend.

Zumindest ist angedacht, diese Menschen nicht in die offizielle Statistik einfließen zu lassen bzw. separat auszuweisen.

Der Grund dafür liegt auf der Hand: Ein großer Teil der Flüchtlinge wird auf Hartz4 angewiesen sein. Das würde die Statistik explodieren lassen, denn es macht sich gar nicht gut, wenn da statt 6% auf einmal einpaar Prozentpunkte mehr erscheinen.

Arbeitslosenquote ohne Flüchtlinge
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/...e-fluechtlinge-13945885.html  
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