Mindestlohn: Pro und Contra

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neuester Beitrag:  24.11.11 16:45
eröffnet am: 30.10.11 21:06 von: Kataster Anzahl Beiträge: 270
neuester Beitrag: 24.11.11 16:45 von: demode66 Leser gesamt: 11915
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30.10.11 21:06 #1 Mindestlohn: Pro und Contra
Die Union rückt von ihrem NEIN zu einem flächendeckenden Mindestlohn ab. Sinnvoll? Ja oder Nein? Wird auch die FDP in Kürze umschwenken und damit ihr soziales Profil aufpolieren?

http://www.welt.de/debatte/kommentare/...et-der-Union-aufs-Spiel.html

Meinungen dazu!  
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13.11.11 17:55 #246 @jule
das sagt mir jamand der um 4uhr in der nacht schreibt ?! ja ne ist schon klar :)  
13.11.11 20:19 #247 izhevski ink. welche Argumente hast du denn?
Du hast auch mit verschiedenen Frisörinnen geredet und die haben dir etwas anderes gesagt?

Wann denn? Und was haben die gemeint?

Und , wie ist deine Meinung, und Argumentation zu dem Wascher der Berliner Hotelwäsche?

Also hier hat keiner Argumente gebracht was dagegen sprechen würde... ihr habt nur eben schön erzählt wie schön es wäre, wenn es Mindestlohn gibt, und die ewig gleich Argumentation wiederholt, dass doch einer leben können muss, von der Arbeit!

Wollen tut das jeder! Aber wenn der globale Wettbewerb, also auch die Globalisierung eben für die einfachsten Tätigkeiten, eben nicht soviel zahlen will, dass man davon leben kann, dann ist das so.

Und ich muss ehrlich sagen, mich würde es auch überraschen wenn es anders wäre. Schauen wir uns doch mal auch die Berufe wie Arzthelferin, Verkäuferin und Krankenschwester an.
Alle diese berufe, die Verkäuferin noch am wenigsten müssen schon ein gute  Schulausbildung haben, dann machen sie eine 3 jährige Ausbildung, die auch nicht jeder besteht und müssen schon tagtäglich sich Belastungen gefallen lassen und eine bestimmte Qualifikation haben.

Und diese verdienen auch relativ wenig.

Da wäre es einfach sowohl ungerecht , aber auch logisch nicht ganz nachvollziehbar, dass andere Menschen, die noch nicht mal jeden tag püntklich sein können, oder im Schnitt 30 Krankheitstage haben, keinen vernünfitgen Lebenslauf vorwiesen können , über haupt keine Qualifikation haben, evtl nicht mal schreiben können, etc, dann fast genauso viel verdienen sollen!

Arbeit ohne eine gute Ausbildung ist nun mal auch wenig wert!

Nur einfach seine Zeit als Mensch  grösstenteils für ein paar Stunden zur Verfügung  zu stellen und daraus dann herleiten man muss davon lebeen können, ist Quatsch!  
13.11.11 20:58 #248 Löschung

Moderation
Zeitpunkt: 13.11.11 23:01
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Regelverstoß - Das geht gar nicht! Menschenverachtend!

 

 
13.11.11 22:43 #249 MOment jeder hat das Recht zu leben!
"davon leben können"... soll heissen, von dem Lohn komplett seinen, den in Deutschland üblichen Lebensunterhalt bestreiten können!

Also eben jeder hat ein Lebensrecht und jeder bekommt auch soviel er braucht für das Leben- obwohl ich meine, man könnte etwas kürzen...

Und eben wenn eben die Menschen mit schlechter Qualifikation und wenige Leistungsfähigkeit weniger verdienen als sie brauchen um zu Leben, wie es für deutsche standesgemäss ist, dann zahlt der staat, und das ist auch richtig und gut!

Jocyx was du jetzt rein bringst  passt ja nun gar nicht!  
14.11.11 01:45 #250 Für Einige hier geht es nur
um Geldforderung! Und als blöde Melkkuh wird zufällig der sog. Arbeitgeber ausgewählt.

Merke: Kein einziger Bürger kann als Arbeitgeber gesetzlich dazu gezwungen werden, auch nur 1 einzigen Menschen einzustellen!

Sucht Euch doch die Arbeitgeber, die aus reiner Freude Euch Geld nachwerfen!

Und - bzgl. Friseure: in meinem Viertel gibt es keinen Friseur mehr, der Angestellte hat;
die arbeiten alle allein!

@ BarCode - in Deiner Liste # 235 wimmelt es nur so von Schwarzarbeit!  
14.11.11 10:27 #251 @Kritiker
Weder der Arbeitgeber noch der Arbeitnehmer ist eine "Melkkuh". Natürlich darf auch kein AG gezwungen werden, jemanden einzustellen. Aber wenn der AG es tut, weil er bestimmte Tätigkeiten nicht bewältigen kann, dann ergeben sich für beide Rechte und Pflichten im Innenverhältnis. Nicht mehr und nicht weniger.

Der Unmut im Rahmen des Thread-Themas ist dort angebracht, wo Löhne so ausgelegt sind, dass sie alleine (trotz voller Beschäftigung!) kein Auskommen ermöglichen.

Ein Student oder ein alleinstehender Arbeitnehmer kann vielleicht von 800 oder 900 Euro leben, je nach individueller Lebensweise. Wenn aber eine Frau und ein Kind dazukommt, wird es schwierig.

Natürlich kann das nicht nur am Arbeitgeber hängenbleiben. Es wurde ja schon gesagt, dass dies auch eine soziale Frage ist und ebenfalls der Staat mitspielen muß.  

Strittig ist doch nur, wie so eine Lösung um einen wie immer auch nur gearteten Mindestlohn, eine Lohnuntergrenze oder eine Grundsicherung aussehen könnte.

Kataster  
14.11.11 11:43 #252 Stichwort Grundsicherung
die ham wa doch, oder ? Egal, wie`s heißt . Niemand braucht zu hungern.
Mit der Maßgabe, dass ein arbeits- und damit verdienstloser Mensch nachweist, sich regelmäßig um eine seiner Ausbildung angemessene Arbeitsstelle beworben zu haben. Wird daraus nichts, gibt es immernoch die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, wobei die Qualifikation des Betroffenen letztlich unerheblich ist.  
Die umstrittenen  sog. 1-Euro - Jobs = Grundsicherung + Taschengeld, mit massiver staatlicher Beteiligung. Dem davon Betroffenen wird in gewisser Weise die Verantwortung für sein Leben abgenommen, wenn alles von Staats wegen gesichert ist - Wohnen, medizinische Versorgung usw usw.  
Berechtigt ist das in den Fällen, für die es ursprünglich auch gedacht war, nämlich um Engpässe zu überbrücken. Was draus geworden ist - ein anderes Thema.
Warum auch sollte sich jemand mit fehlender Qualifikation dem Risiko aussetzen, bei fehlender Leistungsbereitschaft gekündigt zu werden, bei Empfang eines Mindestlohns irgend etwas nicht zahlen zu können, was sonst der Staat zuverlässig bezahlt hätte.  

Durch staatliche Stellen vermittelte Arbeitsplätze mit einem Mindestlohn würden dem Arbeitnehmer zumindest Verantwortung und Selbständigkeit überlassen.

Ein Student oder ein alleinstehender Arbeitnehmer kann vielleicht von 800 oder 900 Euro leben, je nach individueller Lebensweise. Wenn aber eine Frau und ein Kind dazukommt, wird es schwierig.

Hey, wo leben wir denn ? Eine Frau unterliegt ebenso  wie ein Mann der Schulpflicht (!) , ist überwiegend bestrebt,  sich eine Ausbildung zu verschaffen,  und verpflichtet, zum Unterhalt der Familie beizutragen.
Wenn "ein Kind" dazukommt, ist dies absolut kein Hinderungsgrund.
So sieht`s schließlich auch der Gesetzgeber - die lebenslange Zahlung eines geschiedenen Mannes für Frau und Kind ist Geschichte.  
14.11.11 12:00 #253 Die Diskussion mit den Löhnen in Deutschland .
denen im Ausland hinkt doch ein wenig - oder?

Was nutzt es denn einer Polin, in Deutschland für ihr bisheriges Gehalt, das sie zuvor in Polen hatte, in Deutschland zu arbeiten - wenn der Lebensunterhalt in Deutschland höher ist? Man kann sein Geld nur einmal ausgeben!

Das trifft im Übrigen nicht nur auf auf andere Länder zu - so sind auch die Lebenshaltungskosten bei uns in Deutschland von der Region abhängig (das fängt schon bei den Mieten an) bei uns in Deutschland (vergleicht doch z. B. nur die Höhe der Mietkosten in München mit denen in Magdeburg).

Ein weiteres Beispiel: In Remscheid (Nordrhein-Westfalen) sanken die Mieten im ersten Quartal 2009 um 28 Prozent. Der Quadratmeter kostete dort nur noch 5,50 Euro. Zum Vergleich: In Hamburg fast das Doppelte.

Was auch häufig vergessen wird: Wie sieht es denn mit der Altersarmut aus, wenn der Lohn zu niedrig ist? Wollen wir alte Menschen dann einfach verhungern lassen, nur weil manche Unternehmer ihren Hals nicht voll genug bekommen können?  
14.11.11 12:04 #254 @#247
ich muss schon sagen, das ich wirklich nicht mehr erwartet habe, aber dieser beitrag lässt ihre denkmuster, vorurteile und deine ideologische verblendung nochmals ganz eindeutig erscheinen.
normalerweise sollte ich auf so einen unsinn gar nicht antworten, ich machs trotzdem weil man so einen unfug nicht so stehen lassen darf!

zu ihren thema wäscherei (hotel) habe nicht nur ich mich geäussert. also ist ihre 1. unterstellung schlicht falsch!
was aber immer noch richtig ist das von ihrer seite kein wort zur dumpinglohnsubvention (aufstocker) kam.

nun zitiere ich sie:
"Da wäre es einfach sowohl ungerecht , aber auch logisch nicht ganz nachvollziehbar, dass andere Menschen, die noch nicht mal jeden tag püntklich sein können, oder im Schnitt 30 Krankheitstage haben, keinen vernünfitgen Lebenslauf vorwiesen können , über haupt keine Qualifikation haben, evtl nicht mal schreiben können, etc, dann fast genauso viel verdienen sollen!"

diese dumme pauschalisierung und verurteilung die sie anscheinend menschen mit niedriger beruflicher bildung vorwerfen schlägt dem fass den boden aus.

nun nochmal extra für sie: vielleicht haben sie es immer noch nicht mitbekommen, es gibt in deutschland millionen facharbeiter (also mit ausbildung & abschluss) die für dumpinglöhne arbeiten müssen. ich spreche nicht in erster linie von menschen ohne ausbildung obwohl diese gruppe noch weniger verdient.
es gibt  ca. 12 millionen arbeitnehmer die nachweislich unter 9 € verdienen und damit garantiert in die altersarmut fallen, selbst mit 10€brutto is dies der fall. mit unter 9€ sind löhne ab 3€ aufwärts gemeint, nicht dass hier wieder dummes zeug erzählt wird.
abgesehen von den zahlenspielereien steht eines fest:
natürlich muss ein arbeitnehmer (vollzeit) von seinen lohn leben können, von was denn sonst?!
in ihrer traumwelt der totalen globalisierung  wo der arbeitnehmer nur noch ein sklave ist der sich freuen darf mit 3€ pro monat nach haus zu kommen sieht es natürlich anders.
aber träumen darf man ja:)  
14.11.11 12:14 #255 ps:
der mindestlohn kommt als solcher zur zeit sowieso nicht, das was die cdu will ist eine lohnuntergrenze für bereiche die sie noch nicht haben. das ist kein mindestlohn sondern für alle arbeitnehmer in diesen bereichen mit sicherheit ein einkommensverlust. das ist die realität.  
14.11.11 13:09 #256 Ein Arbeitnehmer,
der einen Arbeitsvertrag hat, wird sicherlich nicht weniger bekommen. Die Höhe des Gehalts / Lohns ist im Vertrag vereinbart. Der Arbeitnehmer müsste also den Vertrag durch Einhalten der geltenden Frist kündigen (z. B. durch eine Änderungskündigung). Bei zeitlich befristeten Arbeitsverträgen wäre das ggf. möglich, aber auch nur dann, wenn der Arbeitnehmer sich darauf einlassen würde!

Welchen Unterschied soll es denn zwischen Mindestlohn zu Lohnuntergrenze geben? Verstehe ich nicht! Das ist vergleichsweise so, als ob ich fragen würde: Was ist denn der Unterschied zwischen Lohn und Gehalt? ;-)  
14.11.11 13:11 #257 zweiter Satz soll heißen:
... ein Arbeitgeber ..."  
14.11.11 13:28 #258 theorie & praxis
der arbeitgeber sagt einfach willst du den job behalten (ich bekomme sofort ersatz vom amt) oder nicht.verträge können gekündigt werden, das wird doch tagtäglich praktiziert, gerade bei jobs mit wenig qualifikation und wenig lohn, über die wir hier gerade sprechen.
das ist die praxis.  
14.11.11 13:33 #259 der unterschied
ist der , das ein mindestlohn für alle branchen deutschlandweit gilt. lohnuntergenzen werden im kontext (cdu) für einzelne branchen festgelegt und zwar dort wo es noch nicht passiert ist. wenn also ein AN 7,5€ verdient und die lohnuntergrenze bei 6,50€ festgelegt wird, hat er einfach das problem das die meisten AG´s (gate als 1.) nur 6,50 zahlen wollen. bei den millionen arbeitslosen werden sich die 6,50€ problemlos realisieren lassen.  
14.11.11 20:25 #260 Es gibt nur wenige Leute die sehr wenig Lohn
bekommen!

@izhevski ink. es ist nicht nur sehr unschön und unnötig beleidigend, wenn man den Meinungsgegner beschimpft und versucht "runter  zu machen", man macht sich dadurch auch selber nicht glaubwürdiger.
Das Argument ist immer das Mittel der Wahl auch, wenn ein anderer vermeindlich was falsches sagt.

Also, ich bestreite ganz entschieden, dass es mehrere Mio Menschen gibt, die pro Stunde so wenig bekommen, dass sie davon nicht leben können! Und schon gar nicht gibt es Facharbeiter die in den jeweiligen Berufen tätig sind und dann diese niedrigen Löhne bekommen.

Meine hier hätte jemand eine Zahl rein gestellt wo es um rund 1 Mio Aufstocker geht. Also die leute die weniger als das zum Leben nötige verdienen und dann ergänzende Sozialgelder bekommen.
Dabei wissen wir aber nicht, wieviele Personen sie von welcher Arbeit unterhalten müssen!
Auich wissen wir nicht wieviele Stunden sie arbeiten .

Es ist schon Jahre- oder Jahrzehntelang üblich, dass in Branchen wie beim "Fahren"- Taxi - und LKW-Fahren, beim Wachdienst immer mehr als die üblichen 38 bis 39 Stunden gearbeitet wird.
Diese Tätigkeiten sind weder geistig noch körperlich so anstrengend, dass man diese nicht über 10 oder 12 Stunden am Stück machen könnte. Dazu kommt eben, dass ein Grossteil der Zeit- mit Warten verbracht wird. Also man muss am Dienstort sein, braucht aber eigentlich nichts tun.

Also die Menschen, die dann vielleicht von den genannte 1 Mio übrig bleiben und wirklich sehr wenig verdienen, also weder nur teilzeit arbeiten und auch nur für sich allein sorgen müssen, sind wohl die, die in einer Art Einarbeitung sich befinden, oder eben wirklich absolute Minderleister sind.

Und genau diese Arbeitsstellen werden wegfallen, wenn man den Lohn erhöht.


Sollte es in der Tat so sein, wie einige hier sagen bzw. andeuten, dass die Arbeitgeber, sich eine gewisse Differenz als zusätzlichen Gewinn in die eigene Tasche stecken - zahlen also dem Mitarbeiter vielleicht nur 6 Euro, der muss aufstocken , hat  aber in der Kalkulation mit 9 Euro oder ähnlichen gerechnet , dann MÜSSTE unbedingt ein Mindestlohn eingeführt werden.

Aber dieser Missbrauch ist sehr gering und auch deshalb nicht so stark da, weil es, auch bei eher wenigen Jobs, es immer viele Arbeitsangebote in Laufe der Zeit für fähige und bemühte  Menschen gibt.
 
Wir haben ja eher nur eine kleine Firma. Für die meisten Tätigkeiten, die ich nicht selber mache, muss man keine so grosse Vorbildung haben. Sicher muss man einiges erlernen, aber das klappt in der Regel bei durchschnittlicher Intelligenz innerhalb weniger Wochen im Job.
Also wir würden, niemals einen so niedrig bezahlen, wenn er gut und bemüht ist, dass er nur wegen des Lohns einen anderen Job annehmen würde.
Aber, wir hatten auch viele leute im Laufe der Zeit, die grundsätzlich nie eine Chance gehabt hätten, aber wir eben so doch eine Chance gaben, weil sie anfangs ohne Lohn arbeiteten - meistens durch staatliche Organisationen gefördert, und so zeigen konnten, dass man sie doch gebrauchen kann.

Das dann nur zwei wirklich übrig blieben die noch bei uns sind, bzw. bei uns wären, wenn sie nicht wegen Familie oder ähnlichem aufgehört hätten, liegt wohl daran, was ich ja immer wieder sage, dass viele einfach nicht bereit sind, oder es nicht gelehrt haben und nicht einsehen, dass die Arbeit für die zeit, eben das Wichtigste ist, was sie machen müssen.
Und da dann nicht die Lust oder eine Feier oder ähnliches den Vorrang hat.
Es sind schon sehr häufig die ganz ganz normalen Voraussetzungen, wie ständig pünktlich zur arbeit kommen, oder jeden tag zur Arbeit zu erscheinen, oder man muss entschuldigt sein.
Da meinen viele, wenn sie schon 10 Tage immer da waren, und "nur ein zwei tagen , einmal 5 min und einmal 15 min verspätet kamen, sie hätten schon viel geleistet und könnten dann auch mal einen Tag blau machen, weil man am vorabend wegen einer Feier oder  ähnlichem nicht fit ist.

Das ist die grundsätzliche Einstellung, die eben solche Menschen nur für 6 oder 7 oder X Euro "qualifiziert".  
14.11.11 20:38 #261 Der Lohn den der einzelne bekommt sollte sich
am Markt, und damit auch auf dem Weltmarkt bilden!

Wenn dann, aufgrund des Marktes eben kein Lohn durchsetzbar ist, der zum Leben , in Deutschland ausreicht, - was ja viel früher der Fall ist, als wenn man in vielen andern Ländern wohnt, und das mehr, weil die Menschen hier viel mehr erwarten und ihnen auch zugesteht, und nicht weil alles teurer ist, dann ist das eine soziale Aufgabe und keine Aufgabe des Arbeitgebers.

Also dann muss der Staat die Differenz zahlen!

Die meisten Menschen, auf dieser Welt können sich trotz im Durchschnitt 42 Stunden Arbeit und nur 14 Tagen Urlaub, nicht das leisten, was sich Deutsche  Stützeempfänger erlauben können.

Durch diesen Vergleich muss doch klar werden, dass es eben viele Jobs geben wird, die eben nicht xx Euro pro Stunde wert sind- wert auf dem Markt sind!  
14.11.11 21:52 #262 Der Arbeitnehmer muss von seiner Arbeit lebe.
können!

Ja das würde jeder gerne wollen und ergibt sich irgendwie auch logischerweise. Wovon sollte er sonst leben?

Nur wer bestimmt das denn? Kann der Deutsche Staat die Preise für die Löhne machen? Teilweise macht er das ja schon jahrelang, indem er alle Kosten der Sozialsysteme wie Krankenkasse, und Qualifikation für den Arbeitsmarkt dem Faktor Arbeit allein aufbürdet. Das sind dann mehr als 40 % die auf den Lohn zusätzlich für diese Sozialsystem zu zahlen sind.
Schon das mit der einzelne Arbeitnehmer zusätzlich mit seiner Arbeit mehr verdienen als das, was er brutto ausgezahlt  bekommt.

Eigentlich muss jeder Arbeitnehmer seinen Lohn selber verdienen. Wenn der Arbeitgeber nicht genauso viel, oder eher mehr mit der Arbeit des Arbeitnehmers erlösen kann, wird er ihn nicht weiter beschäftigen. Es geht auch nicht anders.

Wie wenig dieses System bzw. die Zwänge die ja jedes Unternehmen fest umfasst manche bekannte Politiker verstanden haben, bringt der Schreiner auf den Punkt.
Er ist ein sehr linker und eigentlich wohl ein Arbeitsmarktexperte der SPD.
Er meint "die originäre Aufgabe eines Arbeitgebers wäre es , Löhne zu zahlen!"

Wir müssen wirklich froh sein, dass wohl die allermeisten der deutschen Unternehmen es nicht als originäre Aufgaben verstehen, sondern sich mehr auf den Umsatz und Ertag konzentrieren.  
14.11.11 22:20 #263 #251: Mir hat der letzte Satz gefallen:
„Strittig ist doch nur, wie so eine Lösung um einen wie immer auch nur gearteten Mindestlohn, eine Lohnuntergrenze oder eine Grundsicherung aussehen könnte.“

Ja, aber Als soziale Frage ist der Lohn insgesamt noch viel umfassender. Es geht nicht nur um Existenzsicherung. Z. B. hier:

„Arbeitgeber-Präsident Hundt ruft zu Lohnzurückhaltung auf“
http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE7AD02620111114

Ich glaube, dass die Inflation im nächsten wieder deutlich höher liegt als die Lohnsteigerung. Die Konsequenzen sind jedem klar, denke ich.

# 261: „Der Lohn den der einzelne bekommt sollte sich am Markt, und damit auch auf dem Weltmarkt bilden!“

Über diesen Satz musste ich etwas länger nachdenken.
Wenn man die Stellungnahmen von Arbeitgeber-Präsident Hundt liest, läuft es vermutlich auf lange Sicht darauf hinaus. Die Kehrseite ist, dass es bei sinkenden Einkommen zu einem geringeren Konsum und damit auch zu einer geringeren Wirtschaftsleistung kommt. Das wirft natürlich  große soziale Fragen auf, denn unser Sozialsystem wäre dann nicht mehr finanzierbar. Jede Leistung, die jemand erhält, muss erwirtschaftet werden. Sinkende Löhne führen zu geringeren Leistungen (z. B. Rente) Deutsche Unternehmen, die auf deutsche Kunden angewiesen sind, hätten mit einer geringeren Nachfrage zu rechnen.
Da kommt man zu der Frage, ob der Staat dauerhaft Löhne subventionieren darf. Ohne auf soziale oder moralische Aspekte einzugehen, denke ich, sollte der Staat darauf verzichten Löhne zu subventionieren. Er sollte auch darauf verzichten Bedingungen zu schaffen, die es Arbeitnehmern aus anderen Ländern ermöglichen zu geringeren Konditionen in Deutschland zu arbeiten. Ich kann mich dunkel an „unerwünschte Gewinne - Gewinne als funktionslose Einkommensteile“ erinnern. ( also absolute Kostenvorteile, z. B. keine Sozialabgaben, Standort).
D. h., man sollte eher die Arbeitsmarktregulierungen überarbeiten, als einen Mindestlohn einführen, der nur kurzfristig das Problem überdeckt. Denn wird der Weg nach den Vorstellungen des Arbeitgeberpräsidenten weiter beschritten, werden viele Menschen in nicht allzu ferner Zukunft nur noch einen Mindestlohn erhalten. Ein Sozialstaat ist dann nicht mehr finanzierbar.  
14.11.11 23:03 #264 Deutschland wie alle Industrieländer verlieren an
Wohlstand!

Entweder tatsächlich, also im Schnitt können sich die Menschen wirklich weniger leisten, oder aber nur relativ. Das wäre schöne und kaum merklich für uns.

Nur scheint mir sicher, dass die ärmeren Ländern, auch mal "Emerging-markets" genannt, uns näher kommen. Also dort wird der Wohlstand steigen. Auf jeden Fall stärker steigen als bei uns.
Man nähert sich mehr an.

Wenn das so gehen würde, dass wir immer noch eher leichte Verbesserungen in den Reallöhnen haben, dann hätten wir grosses Glück gehabt. Also ich glaube eher, dass es bei uns im Schnitt rückläufig ist.
Und daran kann man bestimmt nichts ändern, wenn man eine Deutsch Insel mit hohen Verdiensten etc. bilden will.
Schon jetzt  wird ganz klar, dass auch der deutsche Staat zuviel geld ausgegeben hat, also zuviele Schulden gemacht hat.
Also der Staat muss eher sparen und kann ganz bestimmt nicht noch mehr Geld in die Sozialkassen stecken, was aber ohnehin sein müsste, wegen den immer mehr Älteren.

Jetzt sind die Länder dran, an Wohlstand zu gewinnen, die bisher ganz unten standen.
Je grösser der Abstand zu den grossen Industrieländern ist, umso mehr nähern sich diese an, und je höher der Wohlstand ist, umso eher wird man eine schwächere Entwicklung haben, als andere Staaten.  
15.11.11 11:15 #265 hmm
http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/...hine-geschaefte-mit-der

Tja, so vielschichtig ist die Problematik.

Jetzt sind die Länder dran, an Wohlstand zu gewinnen, die bisher ganz unten standen.

Und sie haben uns vieles voraus. Warum sind bei den vielen Arbeitslosen die Bauern auf polnische Erntearbeiter angewiesen ? Vielleicht weil die in Frage kommenden Deutschen die Arbeit physisch nicht mehr leisten können und kurzfristig ausfallen? Wer denkt in diesen Ländern an die Möglichkeit, dass Jugendliche bzw junge Erwachsene das Elternhaus verlassen und sich vom Staat eine eigene Wohnung finanzieren lassen ? Man rückt vielmehr zusammen, weil man`s gewohnt ist  und  sich damit das Überleben gesichert hat. Man ist m.E. anspruchsloser, physisch und psychisch stabiler und inzwischen oft auch besser ausgebildet als in Deutschland.  
16.11.11 07:13 #266 interessante Ansicht
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Im Sparmenü mit Softdrink und Pommes für 2,99
http://www.youtube.com/watch?v=l_3tdRClhfI
17.11.11 19:24 #267 Pispers ist gut.
Dazu fällt mir ein Zitat aus einem meiner Lehrbücher ein, dass ich bis heute nicht vergessen habe: „Nationalökonomie ist, wenn die Leute sich wundern, warum sie kein Geld haben. Das hat mehrere Gründe, die feinsten sind die wissenschaftlichen.“ Kurt Tucholsky

Wenn man ein paar Seiten zurückliest, fällt auf, dass die Meinungen sehr weit auseinandergehen. Eine Einigung unter den Diskussionsteilnehmern scheint unmöglich. Wie soll das erst in der Politik gelingen?

Mal sehen, was die Lohnuntergrenze der CDU bringt.  
18.11.11 23:18 #268 Wieviele
Deutsche arbeiten eigentlich auf Mindestlohnniveau ?

Aus Egghars Blog :  http://www.diewunderbareweltderwirtschaft.de/2011/...-eigentlich.html  
24.11.11 16:43 #269 Wer hat das wann gesagt?
"Wir stehen ein für einen Mindestlohn. Löhne sind unnormal, wenn sie nicht ausreichend sind, ein Auskommen für diejenigen zu gewähren, die ihre Zeit und ihre Energie ihrem Arbeitsverhältnis unterordnen. Das finanzielle Äquivalent für einen Mindestlohn variiert, abhängig von lokalen Bedingungen, aber es muss hinreichend sein, die normalen Standards für eine Existenz zu sichern - einen Standard, der hoch genug ist, Moralität zu ermöglichen, für Erziehung und Erholung auszureichen, für die nicht erwachsenen Mitglieder der Familie zu sorgen, in Perioden von Krankheit die Familie zu erhalten und eine vernünftige Rücklage für das Alter zu gewähren."
































































Theodore Roosevelt, republikanischer Präsident von 1901-1909, in seiner Nominierungsrede zum Kandidaten der neuen "National Progressive Party" in Chicago am 6.8.1912
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Tja, kann ja so sagen, kann nichts dazu sagen, ob das sein kann, oder nicht.
24.11.11 16:45 #270 # 269 *staun* Da hats der Gysi also her!
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Mr. Gorbatschow tear down this (Fire)wall*/**!
* außer bei Heino Liedern! ** und Roberto Blanko
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