Eindringlich haben Union und FDP vor den Folgen eines frühen Atomausstiegs gewarnt: Es könne zu Stromengpässen und Not-Importen aus dem Ausland kommen. Jetzt gehen die Meiler vom Netz - und es passiert: nichts.
Atomausstieg: "Überhaupt kein Problem"
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neuester Beitrag: 15.05.12 19:23
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| eröffnet am: | 16.03.11 15:47 von: | ecki | Anzahl Beiträge: | 997 |
| neuester Beitrag: | 15.05.12 19:23 von: | saba | Leser gesamt: | 9745 |
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Atompolitik: Schwarz-gelbe Kehrtwende Wo geht's denn hier zum Engpass?
16.03.2011, 14:20 2011-03-16 14:20:14
Über ihrem Schreibtisch hängt sein Bild, im Wahlkampf 2009 fuhr sie im Rheingold-Express ihm zu Ehren quer durch Deutschland: Angela Merkel ist ein großer Fan von Konrad Adenauer, dem ersten deutschen Bundeskanzler. Ein bekanntes Zitat Adenauers lautet: "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern."
So gesehen wandelt Merkels Partei in der Atompolitik gerade auf den Spuren des Alten aus Rhöndorf. Ganz alte CDU-Schule. Aber zum Leidwesen der Bundeskanzlerin sieht das kaum einer so positiv. Von einer "Kehrtwende" ist in den Kommentarspalten die Rede, vielerorts auch von "Wendehälsen".
Seit Merkel im Eilverfahren ein Moratorium für die Laufzeitverlängerung deutscher AKW durchdrückte und daraufhin die Abschaltung von sieben Altmeilern veranlasst wurde, sind der Regierung Häme und Spott sicher. Auch Politiker wie Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus - eben noch strenger Gegner des Atomausstiegs, jetzt Befürworter der Abschaltung des Alt-Reaktors Neckarwestheim 1 im Eiltempo - oder Bayerns Umweltminister Markus Söder bekommen ihr Fett weg.
Stromlücke als Schreckgespenst
Bei Facebook wird ein Video herumgereicht, in dem Merkel angesichts der Krise um das havarierte AKW Fukushima-1 in Japan zunächst sagt: "An einem solchen Tag darf man nicht einfach sagen, unsere Kernkraftwerke sind sicher." Dann, nach einer kurzen Pause: "Sie sind sicher."
Ein Youtube-Nutzer hat unter das Video geschrieben: "Kognitive Dissonanz." So nennt man es in der Psychologie, wenn ein Patient zwei unvereinbare Meinungen in sich trägt.
Jahrzehntelang warnte das bürgerliche Lager aus Union und FDP davor, was passieren würde, wenn Deutschland zu schnell aus der Atomenergie aussteige. Im Kanon mit den großen Energieerzeugern wurde das Hohelied der Versorgungssicherheit gesungen, die ohne AKW gefährdet sei.
Die "Stromlücke" wurde zum Schreckgespenst der Energiepolitik. Weil erneuerbare Energien nicht ausreichen würden, um den deutschen Bedarf zu decken, müsse Atomstrom aus dem Ausland eingekauft werden. Die dortigen AKW seien aber längst nicht so sicher wie hierzulande.
Kochs Angst vor ausländischem Strom
Der damalige hessische Ministerpräsident Roland Koch brachte diese Argumentationslinie auf den Punkt, als er 2007 in einem Interview warnte: "Wenn wir so weitermachen, haben wir am Ende nicht nur Zehntausende von Arbeitsplätzen verloren, sondern wir werden auch von anderen völlig abhängig sein und teureren Strom haben als unsere Nachbarn. Und an unseren Grenzen Kraftwerke, über deren Sicherheit wir nicht mehr kompetent diskutieren können."
Kanzlerin Merkel forderte die Atomkraftgegner im gleichen Jahr dazu auf, Alternativen aufzuzeigen: "Ich sage, dass diejenigen, die den Atomausstieg wollen und gleichzeitig Klimaschutz wollen, natürlich jetzt auch aufgefordert sind, Antworten zu geben". Da Kohlekraftwerke das Treibhausgas Kohlendioxid CO2 ausstießen, könnten sie die CO2-freien Atomkraftwerke nicht ersetzen.
FDP-Chef Guido Westerwelle sagte im Mai 2009, es mache "überhaupt keinen Sinn, wenn Deutschland aus ideologischen Gründen aus der sichersten Kerntechnik der Welt aussteigt". Einen Monat später bezeichnete Merkel den Atomausstieg als "jammerschade" - wo doch weltweit so viele neue Kernkraftwerke gebaut würden.
"Die Brücke muss lang genug sein"
Der bayerische Umweltminister mahnte im Januar 2010: "Ohne längere Laufzeiten ist die klimafreundliche Energieversorgung in Süddeutschland nicht zu gewährleisten." Und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle appellierte einen Monat später: "Wir brauchen die Kernkraft als Brückentechnologie, und diese Brücke muss lang genug sein."
Nun ist die Brücke kürzer geworden, Deutschland wird wegen der vorrübergehenden oder gar dauerhaften Stillegung der Atomreaktoren Isar 1, Neckarwestheim 1, Biblis A und B, Philippsburg 1, Unterweser und Brunsbüttel 6,8 Prozent weniger Strom als zuvor produzieren. Zum Teil sind die Altmeiler bereits heruntergefahren worden, möglichst bis Ende der Woche sollen sie komplett stillstehen. Gut ein Drittel der atomaren Kraftwerksleistung fällt damit weg. Passiert ist trotzdem: nichts.
Nirgendwo in Deutschland wurden Stromausfälle gemeldet, der Strompreis ist nicht explodiert. Und es muss auch kein Strom aus anderen Ländern importiert werden. Energieexperten wundert das nicht, sie haben die Warnungen der Politik und der Energieversorger schon vor langer Zeit als Mythen abgetan. Allein, man wollte sie nicht hören.
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- Sie lesen jetzt Wo geht's denn hier zum Engpass?
- "Überhaupt kein Problem"
http://www.sueddeutsche.de/politik/...denn-hier-zum-engpass-1.1072856
Wenigstens mal ein Thread über eine gute Zukunft. Keine Probleme.
Die Dagegenparteien Union/FDP haben eingesehen die Atomenergie nur aus ideologischen Gründen gewollt zu haben und nicht aus notwendigkeit.
Die Lichter gehen nicht aus. usw. usf...
Jetzt kann man sich dran machen den Weg zu gestalten.
Rech: "bei Versailles hat man auch nicht nach den Kosten gefragt"
Geissler: "Geld gibts wie Heu"
"Für Deutschlands Ausstieg haben sie nur ein Kopfschütteln übrig. "Phantastische Meiler haben die früher gebaut, elegant und solide", sagt Bauleiter Wjatscheslaw Machonin. Er kennt die deutsche Technik. Machonin hat zuvor den Reaktor im iranischen Buscher fertiggestellt, mit dessen Bau einst Siemens begonnen hatte. "Wir haben uns da einiges bei den Deutschen abgeschaut", sagt Machonin."
...aus
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,825976,00.html
Unter den Menschen gibt es viel mehr Kopien als Originale.
(Picasso)
die strömlinge von etlichen riesigen dezentralen kohlekraftwerken lassen sich problemlos fast überallhin in deutschland pumpen.
und nu kommen da läppische 10 % windsrom irgendwoher und bekommen das nicht transportiert ????
weil die leitungen alle schon mit kohlestrom ausgelastet sind oder was ????
gott, vergib uns unsere schuld, unsere gläubiger weigern sich!
jetzt erst recht!! CO2 und spaß dabei !!
"politiker sind nicht an weisungen gebunden, wohl aber an überweisungen"
User "ecki" wird Dir das sicher zum vermutlich 234 Mal
erklären (aus Sicht von ecki)
http://www.ariva.de/forum/Energiewende-konkret-442317
In diesem Thread wird es gefühlt 20x erklärt.
wäre eine erklärung in 6-13 stichpunkten möglich.
ich werde auch nich spitzfindig ich wills einfach nur wissen.
gott, vergib uns unsere schuld, unsere gläubiger weigern sich!
jetzt erst recht!! CO2 und spaß dabei !!
"politiker sind nicht an weisungen gebunden, wohl aber an überweisungen"
AKW, Neubau
E.on droht Finanzdesaster bei AKW-Neubau
Der vom deutschen Energiekonzern E.on geplante Neubau eines Atomkraftwerks im finnischen Pyhäjoki droht ein wirtschaftlicher Fehlschlag zu werden. Dies belegen zwei Gutachten, die Greenpeace heute veröffentlicht. "E.on hat sich verkalkuliert und droht Milliarden von Euro in den Sand zu setzen. Das Geld wäre für die Energiewende dringend erforderlich", sagt Tobias Riedl, Atomexperte bei Greenpeace.
Das Projekt könnte erheblich teurer werden, weil sich Genehmigungsprobleme und erhöhte Sicherheitsanforderungen nach der Atomkatastrophe in Fukushima abzeichnen. Zudem ist die Atommüllentsorgung ungeklärt - zusammen mit dem am Ende fälligen Rückbau des Reaktors könnte diese bis zu 18,7 Milliarden Euro kosten.
Laut offizieller Planung soll das Atomkraftwerk bereits im Jahr 2020 ans Netz gehen. "Der Zeitplan ist reines Wunschdenken, in Wahrheit sind die Genehmigungsrisiken so groß, dass es zu erheblichen Verzögerungen und zu einer Kostenexplosion kommen wird. E.on sollte aus diesem atomaren Irrsinnsprojekt sofort aussteigen", sagt Riedl.
Neue Sicherheitsanforderungen nach Fukushima
...
Atommüll-Entsorgung ungeklärt
....
http://www.agitano.com/magazin/magazinDetails/...bei_akwneubau_27260/
xxxxxxxxxxxxx
Die Milliardenverluste zahlt zur Hälfte der deutsche Steuerzahler, letztlich der Stromkunde....
AKWs sind nicht versicherbar, wenn es den Unfall gibt, dann zahlen die Michels weltweit. Hier kommen die japanischen Michels für den Salat auf.
Ein Glück für die Betreiber, dass die Schadenssummen aber auch Entsorgungskosten nicht auf der stromrechnung erscheienen. Nur so bleibt es bei der Mär vom billigen Atomstrom.
Und neue AKWs lassen sich nur noch mit Subventionen bauen. Die perfekte Kette über die Lebensdauer also:
Der Bau wird subventioniert,
Der Betrieb sowieso, da Betrieb ohne Versicherung
Und das Lange Ende zahlen die Nachkommen.
Besser kann man es nicht haben als Betreiber.
Ich habe zu hause und im Büro seit Jahren 100% Ökostrom. Und es wird weder dunkel noch kalt.
Nur meine Nachkommen werden trotzdem für den dämlichen Atommüll zahlen, falls wir nicht noch unser Land unbewohnbar machen.
Atomkraftfans sollen in Fukushima baden gehen und Tschernobylpilze essen.
Und bist du stolz drauf auf Jahrhunderttausende Müll zu hinterlassen?
Die Schweizer haben durchaus auch Angst vor dem störanfälligen Schrottreaktor und fordern gemeinsam mit Deutschland (ex-saba natürlich) die Stilllegung des Hochrisikoreaktors.
das ist wohl die typische "German Angst" (so nennt man es wörtlich in den USA) über die das Ausland schon witzelt.
"Die häufig als "Moffen" verspotteten Nachbarn sind den Niederländern bereits 2009 bei einer ersten Präsentation des Borssele-Projekts als engagierte Kernkraftgegner aufgefallen. Seinerzeit stellte der Energiekonzern Delta die Pläne vor, laut Umweltschutzorganisation Tegenstroom gab es zahlreiche Reaktionen darauf: 25 aus Belgien, 200 aus den Niederlanden und 1300 aus Deutschland." (Textauszug aus dem Spiegel v. 13,01,12)
Und die Holländer und sonstige Anrainerstaaten verbitten sich jede Einmischung, denn die Zeiten als Deutschland das Sagen hatte sind zum Glück endgültig vorbei. Niemand wartet auf deutsche Umweltexperten die mal wieder Gedankengut exportieren möchten. Wenn die KKW-Gegner ihre Aufkleber spazieren fahren sollten sie wissen, dass niemand Klugscheisser mag.
Nach früheren Prognosen könnte der von allen Landtagsparteien geforderte Rückbau 2016 beginnen. ....
von wegen, da werden sich noch einige die Augen reiben. Betroffen sind vor allem die Leute, die eh nicht so viel Geld zur verfügung haben. Merkel, getrieben von Grünen hat den übereilten KKW-Ausstieg zu verantworten.
Energiewende lässt Strompreise um mindestens 70 Prozent steigen
14.05.2012, 19:50 Uhr
Sie zahlen heute monatlich 60 Euro für Strom? Dann dürften es in 13 Jahren schon mehr als 100 Euro sein - bei gleichem Verbrauch. Eine Studie enthüllt: Die Strompreise in Deutschland werden bis zum Jahr 2025 um mindestens 70 Prozent gestiegen sein. Schuld daran seien die Kosten für die Energiewende und der geplante Ausstieg aus der Atomkraft, heißt es in dem Gutachten des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Sie wurde von der Industrie- und Handelskammer Baden-Württemberg in Auftrag gegeben. "Wenn die Strompreise so drastisch steigen, fürchten wir um die Konkurrenzfähigkeit deutscher Unternehmen", sagte der Karlsruher IHK-Präsident Bernd Bechtold.
Privat-Kunden stärker betroffen
Die Preiserhöhungen gelten laut Studie für Großkundenverträge. "Bei Privathaushalten werden die Preise wohl noch stärker steigen, da sie keine so hohen Rabatte aushandeln können", sagte Ingenieur Karl-Friedrich Ziegahn, der die Studie koordinierte. Die steigenden Kosten erklärten sich sowohl aus dem Ausbau erneuerbarer Energien als auch aus der notwendigen Erweiterung der Stromnetze und der Subventionierung von Solar- und Windstrom.
"Wir haben aktuell schon die höchsten Strompreise in der EU", sagte Bechtold. In Frankreich etwa koste der Strom 40 Prozent weniger. Eine solche Spanne könne sich der Industriestandort Deutschland auf Dauer nicht leisten. "Hierauf brauchen wir Antworten der Politik."
http://wirtschaft.t-online.de/energiewende-laesst-strompreise-um-70-prozent-steigen/id_56422846/index


