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PF (LUX) - Convertible Bonds gestartet 03.02.2010 - 10:19:55 Uhr
e-fundresearch.com
Wien (aktiencheck.de AG) - Am 1. Februar ist mit dem PF (LUX) - Convertible Bonds (ISIN LU0366535077 / WKN A0YJ7E) ein neuer Fonds an den Start gegangen, so die Experten von "e-fundresearch.com".
Mit dem Management habe Pictet den Schweizer Wandelanleihenspezialisten Jabre Capital Partners (JABCAP) beauftragt. Jan-Hinnerk Richter, Co-Fondsmanager und Head of Convertible Bond Research bei JABCAP, spreche im Gespräch mit "e-fundresearch.com" über die aktuellen Bewertungen, wieso Emerging Markets-Titel nicht infrage kämen, und das wichtigste Hedging Tool "Cash".
Nach Angaben von Richter seien die derzeitigen Bewertungen zwar nicht mehr so attraktiv wie Ende 2008/Anfang 2009 - im historischen Kontext allerdings immer noch. "Die Zeiten sind vorbei, in denen ausschließlich die Billigkeit der Assetklasse gespielt werden kann", so der Experte. Bei JABCAP ziele man ohnehin nicht darauf ab, Unterbewertungen zu spielen. "Wir sehen uns vielmehr als Langzeitinvestoren. Andererseits sei es natürlich beruhigend zu wissen, dass man nicht in einen teuren Markt investiert", so Richter weiter.
2010 erwarte Richter ein normales Umfeld für Wandelanleihen, ohne große Überraschungen - auch was die Aktienseite betreffe. Falls es am Aktienmarkt zu einer Korrektur komme, dann würde der Kreditmarkt vergleichsweise sicher bleiben. "2010 wird es darum gehen spezielle Situationen zu spielen", so der Pictet-Experte. Dazu zähle er etwa Neuemissionen von Top-Emittenten. Hier könne man in der Regel mit Kursanstiegen rechnen. Dazu komme, dass Neuemissionen tendenziell günstiger bewertet seien. Insgesamt sei es wichtig, "interessante" Titel zu finden.
Laut Fondsstatuten dürften zur Risikosteuerung auch Derivate verwendet werden. So könne etwa das Aktienrisiko über Index-Futures minimiert werden. Als das wichtigste Hedging Tool bezeichne Richter allerdings Cash. "Wir gehen nicht in defensivere Sektoren oder Unternehmen, sondern in Cash", so Richter. So habe man bei anderen Fonds etwa im dritten Quartal 2008, als die Assetklasse schwer in Bedrängnis gewesen sei, die Cashquote zwischenzeitlich auf 45 Prozent hochgefahren.
Der Fonds solle mit einem Benchmark-unabhängigen Ansatz gemanagt werden. Ein Währungsrisiko solle nicht eingegangen werden. Investiert werden dürfe grundsätzlich in alle Märkte, ein Hauptaugenmerk solle jedoch auf die USA und Europa gelegt werden. "Die Emerging Markets kommen aus Liquiditätsgründen nicht infrage. Das Portfolio muss immer liquide sein", so Richter. Ebenfalls würde man sich auf die großen Emittenten beschränken. "In Perioden in denen wir eine sehr starke Conviction haben, dürfen wir auch ein bisschen Leverage benützen", so Richter weiter.
Ziel sei es, über einen vollen Konjunkturzyklus bei niedriger Volatilität aktienähnliche Erträge zu erzielen. Gemanagt werde der PF (LUX)-Convertible Bonds mit einer Mischung aus Top-Down- und Bottom-Up-Ansatz mit einem besonderen Augenmerk auf eine gründliche Fundamentalanalyse. Das Portfolio solle sich aus 50 bis 80 Unternehmen zusammensetzen. Dabei dürfe eine Position nicht mehr als zwei Prozent des Fondsvermögens ausmachen.
Mit Jabre Capital Partners (JABCAP) habe Pictet einen erfahrenen Partner mit dem Management des PF (LUX) - Convertible Bonds beauftragt. Unternehmensgründer Phillipe Jabre, der auch den Fonds managen werde, beschäftige sich seit nunmehr 25 Jahren mit den Aktien- und Wandelanleihenmärkten. JABCAP sei für die anstehenden "Eurohedge-Preise 2010" in vier Kategorien nominiert worden - unter anderem für die beste Wandelanleihen- und Volatilitätsstrategien. (Ausgabe vom 02.02.2010) (03.02.2010/fc/n/n)
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