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Markttechnik: Gute Stimmung


23.12.2009 - 11:45:00 Uhr
Börse Frankfurt

23. Dezember 2009. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Das Erreichen neuer Jahreshöchststände beim DAX sorgt für gute Laune auch unter den technischen Analysten. Ein Marktteilnehmer spricht vom "massiven Charakter" der 5.880-Punkte-Linie, die am vergangenen Mittwoch endlich überschritten wurde. Nach einem kleinen Rücksetzer arbeitet sich das deutsche Aktienbarometer seitdem nach oben vor. Nun nehmen die Händler die 6.000 Punkte ins Visier. Ein Wermutstropfen bleibt indes: Der Ausbruch nach oben basiert auf niedrigen Umsätzen, viele Investoren haben bereits ihre Bücher geschlossen und sich in die Weihnachtspause verabschiedet. Um die Mittagszeit notiert der DAX mit 5.978 rund 0,55 Prozent im Plus.

Kein "Durchmarsch nach oben"

Die Charttechniker von HSBC Trinkaus & Burkhardt zeigen sich optimistisch - allerdings mit Einschränkungen: "Mit dem Erreichen neuer Jahreshöchststände wurde die seit Mitte Oktober laufende Konsolidierung beendet, jetzt gibt es weiteres Aufwärtspotenzial", erläutert Rainer Sartoris. Einen "Durchmarsch nach oben" erwartet er aber nicht. Er sieht massives Widerstandspotenzial, als nächstes bei 5.999 Punkten, einem markanten Tief vom Juli 2008, aber auch an weiteren Wegmarken bis zum Stand von 6.200 Punkten. Die Widerstandszone ergebe sich aus diversen Hoch- und Tiefpunkten aus der Vergangenheit, wie er erklärt. Ob die Kraft reicht, darüber hinaus zu gehen, lässt er offen.

Positiver Januar erwartet

"Ein Ausbruch anderer Indizes wie des Dow Jones oder des DJ Euro Stoxx würde helfen", ergänzt Sartoris. Dafür ist zum Teil bereits gesorgt: Der DJ Euro Stoxx 50 kletterte heute Morgen auf ein neues Jahreshoch. Insgesamt hält Sartoris die Ausgangslage für das neue Jahr für gut. "Der Januar wird positiv", meint er - trotz wahrscheinlicher Grabenkämpfe.

Vorsicht wegen niedriger Umsätze

Auch die Helaba beurteilt das Überschreiten des bisherigen Jahresrekords als günstig. "Das ist ein eindeutig gutes Signal", urteilt Charttechniker Christian Schmidt. Die Trendfolgeindikatoren wiesen ebenfalls nach oben, die Oszillatoren hätten den überkauften Bereich noch nicht erreicht und seien eher neutral. Als nächstes Ziel nennt Schmidt 6.083 und 6.140 Punkte. Allerdings verweist er auf die niedrigen Umsätze: "Steigende Kurse sollte eigentlich mit steigenden Volumina einhergehen", erläutert er. Sei das nicht der Fall, sei Vorsicht geboten. Unterstützung nach unten stellten die 5.880 Punkte sowie 5.850 dar.

2009 keine großen Bewegungen mehr

Für die verbleibenden Handelstage in diesem Jahr rechnet Schmidt im Übrigen mit keinen großen Bewegungen mehr. Auf den Januar blickt er aber durchaus hoffnungsvoll: "Die erste Börsenwoche im neuen Jahr ist traditionell eine der besten", erklärt er und verweist auf die erwarteten neuen Mittelzuflüsse zu Jahresanfang.

© 23. Dezember 2009/Anna-Maria Borse

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