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Märkte von starker Nervosität geprägt


08.02.2010 - 15:20:03 Uhr
RZB Österreich

Wien (aktiencheck.de AG) - Die Märkte waren auch am Freitag von starker Nervosität geprägt, so die Analysten der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB Österreich).

Staatsanleihen hätten quasi über den gesamten Handelstag zugelegt. Der Euro habe seine Talfahrt zum Dollar fortgesetzt. Der US-Arbeitsmarktbericht habe nur kurz für etwas Irritation gesorgt, da sich die Märkte mit der Interpretation der Zahlen offenkundig etwas schwer getan hätten. So habe die Beschäftigungsentwicklung mit -20 Tsd. Stellen zwar leicht unter den Erwartungen gelegen (+5 Tsd. Stellen). Der Rückgang der Arbeitslosenquote um 0,3 Prozentpunkte auf 9,7% sei allerdings eine positive Überraschung gewesen.


Ursächlich für diese divergente Entwicklung sei das extrem starke auseinanderklaffen zwischen offizieller Statistik und Haushaltsumfrage. Gemäß letzterer seien im Januar nämlich 541 Tsd. Jobs geschaffen worden. Da diese Zahlen zur Berechnung der Arbeitslosenquote herangezogen würden, erkläre sich deren spürbarer Rückgang.

In dieser Woche stünden aus den USA kaum Konjunkturdaten an. Beachtung dürften im Wesentlichen die Einzelhandelsumsätze (Do) und das Verbrauchervertrauen der Universität von Michigan (Fr) finden. Heute und morgen würden gar keine relevanten Daten veröffentlicht. Für den Euroraum stünden heute ebenfalls keine relevanten Daten auf dem Programm.

Die Rentenmärkte dürften damit mindestens bis Wochenmitte ausschließlich von der Entwicklung an den Aktienmärkten getrieben werden. Dank des freundlichen Handelsschlusses in den USA würden Bund und T-Note Future heute Morgen etwa einen Viertelpunkt unter den Schlussständen von Freitag liegen.

Der Euro bleibe gegenüber dem Dollar angeschlagen. Insbesondere solange es zum Dauerbrenner Griechenland keine überzeugenden neuen Maßnahmen gebe, werde der Euro unter Druck bleiben. (08.02.2010/ac/a/m)


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