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STOXX 600 knapp unter Jahreshigh 12.03.2010 - 15:24:31 Uhr
Erste Bank
Wien (aktiencheck.de AG) - Seit seinem Sechsjahres-Low vor einem Jahr am 9. März 2009 stieg der STOXX 600 um 64%, so die Analysten der Erste Bank.
Die Performance der anderen etablierten Märkte sei sehr ähnlich. Zum Vergleich: Der S&P 500 sei um 70% in US-Dollar und um 57% in Euro gestiegen. Der Nikkei 225 habe in Japanischen Yen um 51% und in Euro um 53% zugelegt.
Bei einem Vergleich zu dem Rebound 2003/04 würden sich einige interessante Parallelen zeigen, denn im Jahr 2003 sei ebenfalls Anfang März der Tiefpunkt erreicht worden, danach sei es bis März 2004 um 45% nach oben gegangen. Im März 2004 häten die Highs dann nicht überwunden werden können und es habe sich danach ein knapp einjähriger, leicht fallender Seitwärtstrend ausgebildet. Ein Überwinden der Jahreshighs in den kommenden Wochen sei daher mit Blick auf die Historie entscheidend für den weiteren Trend in 2010.
In der vergangenen Woche sei der STOXX 600 um 1,82% auf 258 Punkte gestiegen und liege damit nur noch knapp unter seinem Januar-High von 260 Punkten. Dabei hätten diese Woche insbesondere Automobilproduzenten (+5%) den Markt outperformen können. Auf Dreimonatssicht bleibe die Branche aber klar der schwächste Sektor im STOXX 600 mit einem Minus von 2%. Die Marktbreite sei insgesamt solide gewesen, da nur zwei der 19 Sektoren im STOXX leicht negativ tendiert hätten.
E.ON rechne im laufenden Jahr mit keiner deutlichen Geschäftsbelebung. Vor allem ein schwaches Geschäft der Gastochter Ruhrgas sowie Einbußen in Großbritannien und Skandinavien hätten E.ON 2009 zu schaffen gemacht. Die Erlöse seien um 6% gefallen und das bereinigte Ebit sei um 2% auf EUR 9,6 Mrd. zurückgegangen - damit habe E.ON unter den Erwartungen gelegen. Der bereinigte Konzernüberschuss sei um 5% auf EUR 5,3 Mrd. gefallen. Dennoch wolle der Konzern für 2009 wie im Jahr zuvor eine Dividende von EUR 1,50 bezahlen.
Im laufenden Geschäftsjahr erwarte der Versorger, dass das Ebit lediglich um 0 bis 3% steigen werde. Der bereinigte Konzernüberschuss werde auf dem Niveau des Jahres 2009 verharren. Für 2011 habe E.ON noch keine Prognose wagen wollen. Der weitere Verlauf der wirtschaftlichen Erholung sei derzeit nur schwer abzusehen, wobei insbesondere das Marktumfeld des Gasgeschäfts durch Überkapazitäten belastet sei.
Die Allianz erwarte nach einem schwachen Jahr mit rückläufigem Gewinn und geringerer Profitabilität in ihrem Heimatmarkt bald wieder Besserung. 2010 sollten Überschuss und operativer Gewinn spürbar zulegen - "Die harte Zeit der Umstrukturierung liegt hinter uns." Insgesamt sei der Nettogewinn der Allianz Deutschland im vergangenen Jahr um 57% auf EUR 1 Mrd. gefallen und habe damit knapp ein Viertel des weltweiten Konzerns ausgemacht.
Investitionen - neben dem Aufbau der Allianz Bank auch in den Vertrieb - hätten sich negativ ausgewirkt. Außerdem habe es anders als im Vorjahr keine Sondererlöse mehr aus dem Verkauf von Immobilien gegeben. Der Umsatz habe um 7% auf EUR 27,7 Mrd. zugelegt und sei wesentlich von der Lebensversicherung getragen, während es im Schaden/Unfall-Bereich wegen der Kfz-Misere einen Rückgang gegeben habe. Die Schaden/Kosten-Quote sei 2009 um drei Punkte auf 98,7% gestiegen, die Allianz sei also weniger profitabel gewesen.
Die Brauerei Anheuser-Busch gehe davon aus, dass das erste Halbjahr schwierig werde. In der zweiten Jahreshälfte rechne der Hersteller von Budweiser, Beck's oder Stella Artois jedoch mit einer Besserung der Ertragslage. Im vergangenen Jahr sei der Gewinn des Unternehmens vor Steuern und Abschreibungen um 8% auf USD 13 Mrd. gestiegen.
adidas habe im Krisenjahr 2009 deutlich weniger verdient. Die Nachfrage sei in fast allen wichtigen Märkten zurückgegangen, habe es geheißen. Der Umsatz sei um 3,9% auf mehr als EUR 10 Mrd. gefallen. Der deutsche Konzern setze nun auf die Fußball-WM in diesem Jahr als Verkaufsmagnet. Neben dem wichtigsten Sportereignis solle eine Wende beim Sorgenkind Reebok im laufenden Jahr dem Konzern auf die Sprünge helfen. Der Nettogewinn, der 2009 um 62% auf EUR 245 Millionen abgestürzt sei, solle in diesem Jahr auf EUR 400 bis 450 Mio. zulegen. Damit liege adidas aber deutlich unter den Analystenerwartungen von knapp EUR 500 Mio. und wäre noch weit entfernt vom Rekordniveau von EUR 642 Mio. im Jahr 2008.
Air France habe bei der Europäischen Kommission Wettbewerbsklage gegen Ryanair eingelegt. Die französische Fluggesellschaft beanstande, dass Ryanair von 25 Regionalflughäfen in Frankreich unlautere Unterstützungen erhalte. Es gehe dabei um Hilfen beim Marketing, Nachlässe bei den Flughafengebühren und Vorzugspreise für technische Dienste.
BP übernehme die Aktivitäten des kleineren Konkurrenten Devon. Es gehe um Ölquellen vor der Küsten Brasiliens, im Golf von Mexiko und im Kaspischen Meer. Dafür zahle BP dem amerikanischen Konzern umgerechnet knapp EUR 5 Mrd. Devon allein habe die finanzielle Kraft gefehlt, diese Vorkommen zu erschließen.
Daimler gebe seine Beteiligung am indischen Autobauer Tata Motors auf. Der Autokonzern habe seinen Anteil von 5,34% verkauft. Der Verkauf spüle rund EUR 300 Mio. in die klammen Kassen. Daimler habe das vergangene Jahr mit einem Verlust von EUR 2,6 Mrd. abgeschlossen. Daimler habe die Beteiligung an Tata seit mehr als zehn Jahren gehalten, zu gemeinsamen Projekten sei es allerdings nie gekommen.
Konkurrent Volkswagen setze beim Start ins Elektrozeitalter nun auf China. In spätestens drei Jahren wolle der Autobauer dort ein strombetriebenes Serienfahrzeug bauen. Bereits Ende April werde Volkswagen die Elektroversion des speziell für China gefertigten Modells Lavida auf der Motorshow in Peking vorstellen.
EADS habe keine Chance mehr auf das "Jahrhundertgeschäft" mit der amerikanischen Luftwaffe für 179 Tankflugzeuge im Wert von USD 35 Mrd. Der amerikanische Partner Northrop Grumman habe das gemeinsame Angebot am Montag zurückgezogen. Er habe das mit unfairen Wettbewerbsbedingungen begründet. Die Ausschreibung sei voll auf den Konkurrenten Boeing zugeschrieben worden.
Bayer wolle in Asien langfristig stärker als der Markt wachsen. Dazu wolle die Pharma-Tochter der Leverkusener Bayer AG in der Region kräftig investieren und Mitarbeiter einstellen. Das Vertriebsteam in Indien solle verdoppelt und die Belegschaft in Vietnam verdreifacht werden.
Nächste Woche stünden die Zahlen von UniCredit, BMW, Enel und Inditex an. Zudem werde der ZEW-Index veröffentlicht. Für die weitere Entwicklung sei ein durchbrechen der 260-Punkte-Marke wie schon eingang
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