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UK-Konjunktur Frühindikatoren geben Hoffnung 10.03.2010 - 15:02:11 Uhr
Helaba
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die britische Wirtschaft schleppt sich aus der Rezession, so die Analysten der Helaba.
Der Trend zeige zwar nach oben, aber die Konjunkturdaten würden recht gemischt ausfallen. Das Bruttoinlandsprodukt des Schlussquartals 2009 sei von 0,1% auf 0,3% revidiert worden. Die Wachstumstreiber seien der Private Konsum sowie die Staatsausgaben gewesen. Zudem habe sich der Lagerabbau verringert. Die Anlageinvestitionen hingegen seien um gut 3% gesunken. Dank höherer Importe habe sich der Außenbeitrag verschlechtert.
Das Verarbeitende Gewerbe dürfte 2010 merklich wachsen. Der Einkaufsmanagerindex deute eine robuste Erholung an. Insbesondere die Lagerhaltung werde wohl weiter zum Wachstum beitragen. Die Stimmung im Dienstleistungsgewerbe sei mittlerweile recht optimistisch.
Die Investitionsbereitschaft in der gesamten Wirtschaft dürfte sich allmählich erhöhen, zumal die Investitionsquoten derzeit sehr niedrig seien. Restriktionen bei der Kreditvergabe von Banken würden die Unternehmen belasten. Jedoch stünden letztere aufgrund ihrer Sparmaßnahmen recht gut da und könnten sich aus dem Cashflow finanzieren. Zudem seien die Bedingungen an den Finanzmärkten weiterhin sehr expansiv.
Für den Privaten Konsum hätten zuletzt die negativen Faktoren überwogen. Das Anheben der Mehrwertsteuer auf 17,5% habe im Januar einen Rückgang der realen Einzelhandelsumsätze von 1,8% zur Folge. Allerdings habe sich im Februar laut dem CBI die Stimmung unter den Händlern aufgeheitert und den höchsten Stand seit Mitte 2007 erreicht. Der schwache Januar im Einzelhandel sei damit wohl vor allem auf diesen Sonderfaktor zurückzuführen.
Gravierender hingegen sei der Rückschlag am Arbeitsmarkt gewesen. Die Zahl der Arbeitslosen habe sich nach zwei Rückgängen im Januar wieder erhöht. Die Quote sei unverändert geblieben. Insgesamt werde sich die in den Vormonaten begonnene Stabilisierung am Arbeitsmarkt aufgrund der anziehenden Investitionen vermutlich fortsetzen und den Konsum sukzessive stützen.
Die Häuserpreise hätten im Februar den ersten markanten Rückschlag seit einem Jahr erlitten. Im Vorjahresvergleich dürften die Wohnimmobilien bei rund 10% ihr Hoch ausbilden und im Anschluss gemäßigter zulegen. Insgesamt seien die Vermögenseffekte für die privaten Haushalte jedoch keine große Belastung mehr. In diesem Jahr dürfte der Private Konsum moderat wachsen.
Die Abwertung des Britischen Pfunds seit Krisenbeginn habe sich bislang nur begrenzt in der Außenhandelsstatistik niedergeschlagen. Offenbar würden die britischen Unternehmen diesen Kostenvorteil wohl eher zur Erhöhung der Gewinnmargen als zur Ausweitung des Handels nutzen. Mittelfristig dürfte sich diese Abwertung aber zunehmend im Außenbeitrag bemerkbar machen und das Wachstum stärken. Insgesamt werde das Bruttoinlandsprodukt 2010 vermutlich um gut 1% zulegen. (10.03.2010/ac/a/m)
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