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Europäische Börsen mit Kursverlusten


09.02.2010 - 10:39:42 Uhr
Union Investment

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - In der Eurozone hat die Woche ganz friedlich begonnen: Sowohl der Einkaufsmanagerindex des Verarbeitenden Gewerbe als auch des Dienstleistungssektor konnte im Januar einen Wert oberhalb der Experteneinschätzungen erreichen, so die Experten von Union Investment.

Vor diesem Hintergrund hätten die europäischen Börsen zu Wochenbeginn noch leicht positiv tendiert, obwohl bereits eine negative Grundstimmung hinsichtlich der Defizitprobleme der Peripherieländer spürbar gewesen sei.


Der Donnerstag habe für den deutschen Aktienmarkt eine böse Überraschung parat gehalten. Der Auftragseingang der Industrie sei im Dezember mit einem Minus von 2,3 Prozent kräftig gesunken, obwohl Volkswirte ein kleines Plus von 0,2 Prozent in Aussicht gestellt hätten. Darüber hinaus habe die deutsche Nettoproduktion die Aktienmärkte belastet. Statt sich wie erwartet um 0,6 Prozent erhöhen, sei die Nettoproduktion um 2,6 Prozent zurückgegangen.

Da Deutschland als exportstarke Nation und somit als Motor der Konjunkturerholung innerhalb der Eurozone gelte, hätten die Marktteilnehmer nicht nur die deutsche Börse auf Talfahrt geschickt, sondern sämtliche der Eurozone. Auf Wochensicht habe der DAX 3,1 Prozent an Wert verloren, während der Dow Jones EURO STOXX 50 ein kräftiges Minus von 5,3 Prozent ausgewiesen habe.

Als Wochenverlierer könne rückblickend der europäische Bankensektor angeführt werden. Mit Kursverlusten in teilweise zweistelliger Höhe hätten vor allem französische und spanische Großbanken auf der Verkaufsliste der Anleger gestanden. Als besonders überraschend sei der Kursrückgang von Banco Santander einzustufen: Am Donnerstag erst habe das Institut einen Nettogewinn in Milliardenhöhe vermeldet. (Ausgabe vom 08.02.2010) (09.02.2010/ac/a/m)


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