Suche
nach Kursen
 Aktien
 Fonds
 Zertifikate
 Optionsscheine
 Optionen & Futures
nach Artikeln
alle Artikel
nur Analysen
nur News
als Quelle
 
WKN/ISIN/Symbol/Name

Newsletter
 

Login Depot + Forum
 
Passwort vergessen?


 
 

Ölpreisniveau fundamental nicht gerechtfertigt


11.03.2010 - 13:30:33 Uhr
Commerzbank Corp. & Markets

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der gestrige Handelsverlauf bei Rohöl hat einmal mehr den Einfluss der Finanzmärkte vor Augen geführt, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Als erste Reaktion auf die Lagerdaten des US-Energieministeriums sei der WTI-Ölpreis auf ein Zweimonatshoch von 83 USD je Barrel gestiegen, dann aber nach dem misslungenen Ausbruchsversuch binnen weniger Minuten wieder auf 81 USD zurückgefallen. Technische Faktoren seien derzeit offensichtlich wichtiger als die Fundamentaldaten.


Die US-Rohöllagerbestände seien die sechste Woche in Folge gestiegen. Mit 1,4 Mio. Barrel sei der Lageraufbau gemäß DOE allerdings deutlich hinter dem des API vom Vortag zurückgeblieben. Zudem seien die Produktvorräte überraschend deutlich gefallen. Die Details zu den Lagerdaten seien allerdings weniger positiv gewesen. So sei die Raffinerieauslastung erstmals seit Wochen wieder deutlich zurückgegangen. Dass die Rohöllagerbestände daraufhin nicht stärker gestiegen seien, habe vor allem daran gelegen, dass die Rohölimporte ebenfalls deutlich zurückgegangen seien. Offensichtlich nähere sich die Anlandbringung von zuvor auf Tankschiffen zwischengelagerten Ölvorräten ihrem Ende.

Die OPEC habe die Prognose für die weltweite Ölnachfrage in diesem Jahr leicht nach oben revidiert, bleibe mit einem erwarteten Anstieg um 880 Tsd. Barrel pro Tag aber deutlich pessimistischer als das US-Energieministerium mit einem prognostizierten Nachfrageanstieg um 1,5 Mio. Barrel pro Tag. Zudem liege der von der OPEC für 2010 erwartete Bedarf an OPEC-Öl trotz einer Aufwärtsrevision um 190 Tsd. Barrel pro Tag noch immer um 500 Tsd. Barrel pro Tag unter dem derzeitigen Produktionsniveau. Im zweiten Quartal solle diese Diskrepanz sogar auf 1,5 Mio. Barrel pro Tag steigen.

Der Markt bleibe mit Rohöl also reichlich versorgt. Dies unterstreiche einmal mehr, dass das derzeitige Ölpreisniveau fundamental nicht gerechtfertigt sei, sondern vor allem auf Finanzanleger zurückzuführen sei. (11.03.2010/ac/a/m)


Erweiterte Funktionen
Artikel drucken Artikel drucken Artikel versenden Artikel versenden
Weitere Analysen & News mehr
06.09.2010, Heibel-Ticker
Gold weiter aufwärts
06.09.2010, Heibel-Ticker
Ölpreis mit Monatseinbruch um 9,5%
06.09.2010, Morgan Stanley
Repsol Flüssiggasprojekt in Peru verläuft nach Plan
06.09.2010, Commerzbank Corp. & Markets
Industriemetalle Gewinne weiter ausgebaut
06.09.2010, Commerzbank Corp. & Markets
Goldpreis zum Wochenauftakt wenig verändert
 

Copyright 1998 - 2010 fondscheck.de, implementiert durch ARIVA.DE AG