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Industriemetallpreise etwas erholt 08.02.2010 - 11:24:19 Uhr
Commerzbank Corp. & Markets
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nach der heftigen Preiskorrektur in der letzten Woche starten die Industriemetalle heute Morgen etwas erholt in die neue Handelswoche, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.
Wie sie bereits mehrfach erwähnt hätten, seien die sehr hohen Preise fundamental schon lange nicht mehr zu rechtfertigen gewesen, so dass die Korrektur überfällig gewesen sei. Da diese jedoch innerhalb einer nur kurzen Zeit stattfand und relativ deutlich ausgefallen seien, halte man eine Gegenbewegung in den nächsten Tagen für möglich. Unter dem Strich erwarte man über die nächsten Wochen aber weiter nachgebende Preise.
Die spekulativen Finanzanleger hätten zum ersten Mal seit sechs Wochen ihre Netto-Long-Positionen bei Kupfer abgebaut. Diese seien in der Woche zum 2. Februar deutlich um 45% beziehungsweise 13,4 Tsd. Kontrakte auf 16,6 Tsd. Kontrakte reduziert worden, womit die Finanzanleger maßgeblich zur Preiskorrektur beigetragen haben dürften. Die starke Preiskorrektur im weiteren Verlauf der letzten Woche lasse darauf schließen, dass die Netto-Long-Positionen seither weiter abgebaut worden seien.
Trotz des anhaltenden Streiks im Minenkomplex von Vale im kanadischen Sudbury habe das Unternehmen die Verschiffung von Nickel wieder aufgenommen. Während die Minen zunächst mittels Subunternehmen betrieben werden sollten, arbeite die Schmelzanlage mit nicht in der Gewerkschaft organisierten Arbeitern mit einer Kapazitätsauslastung von 50%. Mit einer Gesamtkapazität von 160 Tsd. Tonnen p.a. stünden die Nickelminen von Vale in Sudbury für mehr als 10% des weltweiten Angebots. Dadurch werde das hohe Nickelangebot weiter ausgeweitet, was den Preis zusätzlich belasten sollte. (08.02.2010/ac/a/m)
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