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Die gute Stimmung an den Metallmärkten ist verflogen - vorerst


20.11.17 12:08
BNP Paribas

Paris (www.fondscheck.de) - Anleger, die einen Teil ihrer Ersparnisse in Metalle investiert haben, hatten zuletzt sicherlich nicht die beste Laune; schließlich kannte das Gros der Industriemetall-Kurse im Vergleich zur Vorwoche nur eine Richtung: Abwärts, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".

Besonders hart habe es Nickel-Anleger getroffen, die einen Verlust von über 8 Prozent hätten hinnehmen müssen.

In den Monaten zuvor dürfte die Stimmung der Anleger hingegen bestens gewesen sein, kurzfristige Frustphasen inklusive. Vor allem die recht dynamische Entwicklung der Weltwirtschaft und die Aussicht auf umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen hätten zahlreiche Metallpreise kräftig ansteigen lassen. Dass der US-Dollar seit Jahresbeginn im Vergleich zu vielen anderen Währungen abgewertet habe, dürfte die Metall-Hausse zusätzlich gestützt haben. Wie nahezu jeder Rohstoff würden rund um den Globus auch Metalle fast ausschließlich in Dollar gehandelt. Schlage der Greenback - wie in den vergangenen Wochen - eine andere Richtung ein, hinterlasse das auch am Metallmarkt Spuren.

Die hohen Preise hätten zuletzt auch zahlreiche Konzerne zum Anlass genommen, um ihre Produktion hochzufahren. Die damit einhergehende Aussicht auf ein steigendes Angebot habe die Kurse zuletzt ebenfalls belastet. Das wachsende Angebot zahlreicher Metalle sorge nicht gerade für Kursfantasie; der nach wie vor schwache Dollar sowie die globale Entwicklung der Wirtschaft hingegen schon. Um das Risiko möglichst gering zu halten, erscheine derzeit ein Investment in einen breit gestreuten Index wie den RICI Enhanced Industrial Metals Index am sinnvollsten. (Ausgabe vom 17.11.2017) (20.11.2017/fc/a/m)