Weizenpreise im Korrekturmodus, FAO sieht weiterhin reichliches Angebot


07.07.17 17:29
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Weizenpreise befinden sich nach dem rasanten Anstieg seit zwei Tagen im Korrekturmodus, so die Analysten der Commerzbank.

Gestern habe Weizen an der CBOT um mehr als 4% nachgegeben. Am Morgen setze sich der Preisrückgang fort. Aktuell handele Weizen bei 535 US-Cents je Scheffel und damit 40 US-Cents unter dem am Mittwoch verzeichneten 2-Jahreshoch. Die Welternährungsorganisation FAO sehe den globalen Weizenmarkt weiterhin reichlich versorgt. Sie habe zwar ihre Schätzung für die weltweite Ernte 2017/18 um 3,3 Mio. auf 739,9 Mio Tonnen gesenkt und dies auf trockenheitsbedingt geringere Ernten in Europa zurückgeführt. Die weltweiten Lagerendbestände seien um 1,6 Mio. Tonnen nach unten revidiert worden, sollten im Jahresvergleich aber um 8,7 Mio. Tonnen steigen und mit 255,8 Mio. Tonnen weiterhin auf einem Rekordniveau liegen. Selbst wenn es noch zu Abwärtsrevisionen der US-Ernte kommen sollte, bestehe somit noch ein hinreichend großer Puffer, bevor es zu einem Lagerabbau käme.

Das International Cotton Advisory Committee ICAC erwarte für die bevorstehende Saison 2017/18 einen Rückgang des Baumwollpreises auf durchschnittlich 69 US-Cents je Pfund von 82 US-Cents in der laufenden Saison. Als Grund hierfür nenne das ICAC einen deutlichen Anstieg der Baumwollbestände außerhalb Chinas um 17% auf 9,6 Mio. Tonnen. In China sollten die Bestände um 18% auf 7,6 Mio. Tonnen fallen und damit erstmals seit sechs Jahren weniger als die Hälfte der weltweiten Bestände ausmachen. (07.07.2017/fc/a/m)