US-Weizenpreis fällt auf Sechs-Monatstief


01.11.17 15:25
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die EU-Rapsfläche zur Ernte 2018/19 dürfte laut Schätzungen des Internationalen Getreiderats sowie von Strategie Grains etwa auf dem Vorjahresniveau von 6,7 Mio. Hektar stagnieren, berichten die Analysten der Commerzbank.

Die relative Preisentwicklung gegenüber Weizen sei in den letzten Monaten vorteilhaft gewesen. Während der Weizenpreis in Paris seit Anfang Juli um 13% nachgegeben habe, sei der Rapspreis nahezu konstant geblieben. In Deutschland, Polen und einigen nördlichen Ländern habe allerdings übermäßig regenreiche Witterung für Probleme bei der Aussaat gesorgt. Einschränkungen dort dürften aber durch eine Flächenausdehnung andernorts, etwa in Frankreich, kompensiert werden.

Der Weizenpreis in Chicago markiere im meistgehandelten Kontrakt ein Sechs-Monatstief, obwohl laut US-Landwirtschaftsministerium nur 52% der US-Winterweizenpflanzen in gutem oder sehr gutem Zustand seien, verglichen mit 58% im Vorjahr. In Umfragen sei mit 59% gerechnet worden. Die reichliche globale Versorgungslage drücke seit langem auf die Preise. Dabei spiele die Rekordernte Russlands eine wichtige Rolle. Russlands Ware drücke auf den Markt - die Exporte lägen bisher in der aktuellen Saison 21% über dem Vorjahreswert. Nun möchte die Regierung den Transport aus dem Landesinneren einfacher und günstiger machen, was das Exportpotenzial nochmals erhöhen würde - keine guten Aussichten für die Konkurrenz. (01.11.2017/fc/a/m)