Erweiterte Funktionen

USDA revidiert Schätzung für US-Sommerweizenernte überraschend nach oben


02.10.17 11:31
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Weizenpreis an der CBOT ging am Freitag mit einem Minus von 1,5% aus dem Handel, so die Analysten der Commerzbank.

Er sei damit dem Sommerweizenpreis an der Getreidebörse Minneapolis MGEX gefolgt, der nach Veröffentlichung neuer Ernteschätzungen durch das US-Landwirtschaftsministerium 3% nachgegeben habe. Das USDA habe seine Schätzung für die US-Sommerweizenernte überraschend um 14 Mio. auf 416 Mio. Scheffel nach oben revidiert. Angesichts der Dürre in den Sommerweizenanbaugebieten im Frühsommer und Berichten über die Aufgabe von Anbauflächen sei mit einer Abwärtsrevision auf 382 Mio. Scheffel gerechnet worden. Offensichtlich seien die Auswirkungen auf die Ernte doch nicht so gravierend gewesen. Die US-Winterweizenernte sei etwas geringer gewesen als bislang unterstellt. Aufgrund der höheren Sommerweizenernte falle auch die Schätzung für die gesamte US-Weizenernte etwas höher aus. Hier rechne das USDA nun mit 1,741 Mrd. Scheffel (bisher 1,739 Mrd. Scheffel).

Ebenfalls am Freitag habe das USDA die US-Getreidelagerbestände zum 1. September veröffentlicht. Bei Mais und Sojabohnen würden diese den Endbeständen 2016/17 bzw. Anfangsbeständen für 2017/18 entsprechen. Die Maisvorräte hätten sich demnach auf 2,295 Mrd. Scheffel belaufen. Das sei weniger gewesen als erwartet, aber deutlich mehr als im Vorjahr und das höchste Septemberniveau seit 29 Jahren. Bei Sojabohnen hätten die Bestände zum Wechsel des Erntejahres bei 301 Mio. Scheffel ebenfalls niedriger gelegen als erwartet, aber dennoch auf einem 10-Jahreshoch. (02.10.2017/fc/a/m)