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Steigende Metallpreise bei dünnen Umsätzen


04.10.17 14:07
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Nach dem offiziellen Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in China ist auch der ISM-Index in den USA im September entgegen den Erwartungen gestiegen, so die Analysten der Commerzbank.

Mit 60,8 habe er den höchsten Wert seit Mai 2004 erreicht. Ob sich die gute Stimmung auch in den harten Zahlen widerspiegele - Daten zur Industrieproduktion würden in knapp zwei Wochen veröffentlicht, die Einzelhandelsumsätze Ende nächster Woche - sei aber unklar. Wie schon im August dürften die Daten noch durch die Hurrikans verzerrt sein, wobei es diesmal eine Gegenbewegung geben könnte.

Die Daten würden den meisten Metallpreisen Unterstützung geben, sodass sie auch heute Morgen ihre Aufwärtsbewegung seit Wochenbeginn fortsetzen würden. Dies geschehe allerdings bei relativ dünnen Umsätzen, denn die chinesischen Händler seien aufgrund der "Golden Week" noch bis Ende der Woche im Urlaub. Zink steige heute auf ein neues 10-Jahreshoch von fast 3.300 USD je Tonne. Hierfür dürften im Wesentlichen die spekulativen Finanzinvestoren verantwortlich sein, die gemäß LME-Statistik schon in den letzten beiden Wochen ihre Netto-Long-Positionen wieder spürbar ausgeweitet hätten. Ein ähnliches Bild zeige sich bei Blei, das heute erstmals seit gut sechs Jahren kurzzeitig die Marke von 2.500 USD je Tonne überschreite. Bei Nickel hätten sich die spekulativen Finanzinvestoren dagegen deutlich zurückgezogen und so wohl zum jüngsten Preisrückgang beigetragen. (04.10.2017/fc/a/m)