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Stahlproduktion in China Mitte Juni wieder auf Rekordniveau


04.07.17 15:50
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der festere US-Dollar und schwächere asiatische Aktienmärkte führen heute Morgen zu einem schwachen Handelsstart der Metalle, so die Analysten der Commerzbank.

Kupfer, Zink und Blei würden jeweils um 1 bis 1,5% fallen, Nickel verbillige sich sogar um fast 3%. Eisenerz verliere knapp 4%. Gute US-Konjunkturdaten - der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe sei im Juni stärker als erwartet auf 57,8 und damit den höchsten Stand seit August 2014 gestiegen - hätten den Preisen gestern Nachmittag nur kurzzeitig Auftrieb gegeben. Auch der starke Anstieg der Ölpreise habe bei den Metallpreisen keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Gemäß Daten des Verbands der chinesischen Eisen- und Stahlhersteller (CISA) hätten die dem Verband angehörenden chinesischen Stahlhersteller ihre Produktion Mitte Juni auf Tagesbasis wieder auf ein Rekordniveau ausgeweitet. Sie habe demnach zugleich 11% höher als im Vorjahr gelegen. Die bisherigen Schließungen von Produktionskapazitäten - bis Ende Mai seien laut Angaben der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission gut 42 Mio. Tonnen stillgelegt worden, nach 65 Mio. Tonnen im gesamten letzten Jahr - hätten somit bislang überhaupt keine Auswirkungen auf die Produktionsraten in China. Die hohen Stahlpreise - der nächstfällige Futures-Kontrakt für Baustahl an der SHFE steige heute Morgen zeitweise auf ein 3,5-Monatshoch -, gepaart mit den relativ niedrigen Rohmaterialpreisen und damit einhergehend hohen Gewinnmargen der Stahlhersteller würden die Produktion derzeit attraktiv machen. (04.07.2017/fc/a/m)