Silber holt gegenüber Gold auf, Platin gegenüber Palladium


11.10.17 14:43
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Gold hat sich gestern im Zuge eines anhaltend schwachen US-Dollars zunächst weiter der psychologisch wichtigen Marke von 1.300 USD je Feinunze genähert, so die Analysten der Commerzbank.

Am späten Nachmittag habe der Preis jedoch wieder nachgegeben und notiere heute Morgen unter 1.290 USD. Kataloniens Regionalpräsident, Carles Puigdemont, habe gestern nicht die Unabhängigkeit Kataloniens ausgerufen, sondern wolle zunächst mit der spanischen Regierung in Madrid verhandeln. Diese habe sich zuletzt jedoch wenig verhandlungsbereit gezeigt, sodass die derzeit etwas ruhigere Lage nur vorübergehend sein könnte. Gold sollte daher nach Erachten der Analysten auch weiter gut nachgefragt sein.

Für Verunsicherung unter den Marktteilnehmern dürfte auch der Übungsflug von zwei US-Langstreckenbombern (mit japanischem und südkoreanischem Geleitschutz) über dem Japanischen Meer nahe der koreanischen Halbinsel führen. Dies könnte der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un zum Anlass nehmen, einen weiteren Raketentest durchzuführen.

Silber habe gestern wieder die Marke von 17 USD je Feinunze überwunden, sei aber anschließend an der charttechnisch wichtigen 200-Tage-Linie gescheitert. Im Oktober habe Silber bislang gegenüber Gold aufgeholt. Das Gold/Silber-Verhältnis sei von knapp 77 zu Monatsbeginn auf aktuell gut 75 gefallen. Platin habe gegenüber Palladium zuletzt ebenfalls wieder Boden gut gemacht. Die Preisdifferenz zwischen diesen beiden Edelmetallen sei zeitweise auf unter 5 USD je Feinunze geschrumpft. (11.10.2017/fc/a/m)