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Schwellenländer gewinnen an Schwung


06.07.17 15:33
UBS Global Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - "Im ersten Jahrzehnt nach der Jahrtausendwende brachten Emerging Markets Schwung in Anlegerportfolios. Dann kam die Durststrecke", so Geoffrey Wong, Head of Global Emerging Markets and Asia Pacific Equities bei UBS Asset Management, in einer aktuellen EM-Analyse.

"Der Wirtschaftsboom in den aufstrebenden Ländern verlangsamte sich. Jetzt mehren sich die Anzeichen für eine Erholung, denn viele Indikatoren deuten auf eine Stabilisierung hin. Strukturelle Anpassungen zeigen ihre Wirkung. Die Außenhandelsbilanzen und die Wettbewerbsfähigkeit haben sich verbessert, die Produktivität steigt schneller als die Löhne, und die Einkaufsmanager-Umfragen liefern zuversichtliche Ergebnisse. Zudem haben sich die Rohstoffpreise stabilisiert. Das Kreditwachstum hat sich in den meisten Ländern verlangsamt.

Eine relative Ausnahme bildet China. Es ist allerdings nicht zu erwarten, dass die gestiegene Verschuldung in nächster Zeit in einer Krise mündet. Schließlich betrifft ein erheblicher Teil der Schuldenlast Forderungen von einer staatlichen Einrichtung an eine andere, was das systematische Risiko deutlich verringern dürfte", so Geoffrey Wong weiter.

Neben der aktuell guten Ausgangslage würden die Schwellenländer weiterhin über starke strukturelle Treiber verfügen. Eine wachsende Erwerbsbevölkerung und steigende Einkommen würden Millionen Haushalte von der Mittelklasse in die gehobene Mittelklasse aufsteigen lassen. Zudem würden weitere Länder in der Entwicklung aufrücken. Das Konsumverhalten verändere sich signifikant, wenn das Pro-Kopf-Einkommen an 5.000 US-Dollar heranrücke. Bangladesch, Ägypten, Indien, Indonesien und die Philippinen würden sich in Nähe dieser Schwelle befinden und diesen Wandel durchlaufen. (06.07.2017/fc/a/m)