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Schwellenländer - Indikatoren weisen auf weitere Stärkung hin


07.09.17 15:52
NN Investment Partners

Den Haag (www.fondscheck.de) - Der NN IP Indikator zur finanziellen Situation in den Schwellenländern liegt seit Januar dieses Jahres in positivem Terrain und ist in den vergangenen Wochen erneut gestiegen auf seinen aktuellen Stand von 0,81 auf einer Skala von +/- 3, so Maarten-Jan Bakkum, Senior Emerging Markets Stratege bei NN Investment Partners.

Das bedeute, dass sich der Ausblick für das Wachstum der Binnennachfrage in den Schwellenländern weiter aufhelle. Der Indikator erfasse Änderungen bei den Leitzinsen, den Marktzinsen, der Geldmenge, der Fiskalpolitik, den fiskalpolitischen Erwartungen, den effektiven Wechselkursen und den Kapitalflüssen für die 21 größten Schwellenländer.

Die steigenden Kapitalflüsse in die Schwellenländer seien der Hauptgrund für die anhaltende Aufhellung ihrer finanziellen Situation. Sie würden die erste deutliche Belebung ihres Kreditwachstums seit dem Boom in den Jahren 2009 bis 2011 verursachen, der auf den Lehman-Kollaps gefolgt sei. Ein höheres Kreditwachstum von 6 Prozent im ersten Quartal auf aktuell 8 Prozent sollte dazu beitragen, die Erholung der Binnennachfrage in den kommenden Quartalen anzukurbeln.

Außerdem fließe weiterhin viel Kapital in die Schwellenländer. Da die Sorgen hinsichtlich einer schneller als erwarteten Normalisierung der Geldpolitik in den entwickelten Ländern nachgelassen hätten, hätten sich die Kapitalflüsse in die Schwellenländer im Juli im Vergleich zum Juni deutlich belebt. Nachdem alle großen Schwellenländer ihre Devisenreservepositionen für Juli veröffentlicht hätten, würden die Experten davon ausgehen, dass im Juli insgesamt 18 Mrd. USD in die Schwellenländer geflossen seien, verglichen mit Abflüssen von 15 Mrd. USD im Juni und einem durchschnittlichen monatlichen Zufluss von 4 Mrd. USD in den ersten fünf Monaten des Jahres. (07.09.2017/fc/a/m)