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Schwellenländer-Aktien übertreffen US-Aktien


14.09.17 16:27
Edmond de Rothschild Asset Management

Paris (www.fondscheck.de) - Im August stieg die Nervosität an den Finanzmärkten: Aktien und langfristige Anleihen schwächelten, so die Experten von Edmond de Rothschild Asset Management.

"Die Volatilität konzentrierte sich im Zuge ansteigender Spannungen bezüglich Nordkorea und den immer schlechter werdenden Eindrücken von der Trump-Regierung jedoch auf Währungen", erkläre Benjamin Melman, Leiter Asset Allocation und Sovereign Debt bei Edmond de Rothschild Asset Management, in seinem jüngsten Kommentar.

"Der US-Dollar legte einen bemerkenswerten Absturz hin, der aus unserer Sicht aufgrund der Zinssatzerwartungen in den USA und Europa unberechtigt war", so Melman. "Diese Währungsverschiebung hat europäischen und japanischen Aktien zugesetzt, Schwellenländer-Aktien jedoch dabei geholfen, US-Aktien zu übertreffen", füge er hinzu.

Das Bewertungsniveau von Aktien sei angespannt, insbesondere in den USA. Aber die momentane Situation ähnele der in den Jahren 2004 bis 2006, als der Aktienmarkt von einem starken Gewinnwachstum vorangetrieben worden sei. "Aus diesem Grund bevorzugen wir Regionen mit dem besten Gewinnmomentum wie die Eurozone und in geringerem Maße Japan", erkläre Melman.

Im Hinblick auf den Anleihemarkt bleibe Edmond de Rothschild Asset Management seiner Position treu. "Der Anleihemarkt ist teuer und bringt wenig Rendite", sage Melman. Das Investmentteam von Edmond de Rothschild Asset Management bleibe gegenüber folgenden Aspekten defensiv eingestellt:

- Laufzeit: "Wir sind davon überzeugt, dass eine geringere Inflation nicht von Dauer wäre", sage er. Momentan würden die Zentralbanken vorsichtig agieren, sich aber in Richtung Straffung der Geldpolitik bewegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) verlangsame ihre Käufe und die US-amerikanische Notenbank Federal Reserve (FED) schränke ihren Anleihebestand ein.

- Unternehmensanleihen: "Die Fundamentaldaten sind zwar gut, die Renditen stehen aber in keinem Verhältnis zum Risiko. Wir bevorzugen weiterhin Finanztitel, diese bieten eine zufriedenstellende Rendite bei einem reduzierten Risiko", sage Melman.

Aufgrund der guten Fundamentaldaten halte Edmond de Rothschild Asset Management an einer Übergewichtung auf Aktienseite fest und setze in geringerem Maße auf Unternehmensanleihen. "Die aktuellen Bewertungen zeigen, dass Investoren einem geringeren Risiko ausgesetzt sind als noch vor ein paar Monaten", erkläre Melman. Darüber hinaus empfehlen die Investmentexperten von Edmond de Rothschild Asset Management die Vorteile der günstigen Volatilität zu nutzen, um Absicherungen auszuführen. (14.09.2017/fc/a/m)