Scheitern der Regierungsbildung in Deutschland lässt Goldpreis weitgehend kalt


20.11.17 13:14
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - In Deutschland sind in der letzten Nacht die Sondierungsgespräche der Parteien zur Aufnahme von Verhandlungen über eine sog. Jamaika-Koalition gescheitert, so die Analysten der Commerzbank.

Dies führe dazu, dass Gold in Euro gerechnet wieder über die Marke von 1.100 EUR je Feinunze gestiegen sei. Gold in US-Dollar zeige sich dagegen mit 1.290 USD je Feinunze unverändert, da der Euro im Zuge der gescheiterten Gespräche abwerte. Die politische Unsicherheit in Deutschland sei so hoch wie selten zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik. Noch sei nicht klar, welche Auswirkungen dies auf die zukünftige Politik in Deutschland und auch auf die europäische Politik haben werde. Gold dürfte daher als sicherer Hafen gut nachgefragt bleiben. Am Freitag habe ein schwächerer US-Dollar den Goldpreis bis auf fast 1.300 USD nach oben geschoben.

Auch die anderen Edelmetalle hätten angezogen. Silber sei auf ein 5-Wochenhoch von 17,4 USD je Feinunze gestiegen, Platin habe sich sogar auf ein 8-Wochenhoch von 955 USD je Feinunze verteuert. Und Palladium habe sich wieder der Marke von 1.000 USD je Feinunze angenähert.

Die spekulativen Finanzinvestoren hätten sich zuletzt den Edelmetallen gegenüber wieder aufgeschlossener gezeigt. Gemäß CFTC-Statistik seien in der Woche zum 14. November die Netto-Long-Positionen von Gold moderat auf ein 6-Wochenhoch ausgeweitet worden. Bei Silber lägen sie auf einem 9-Wochenhoch und bei Platin seien die Netto-Short-Positionen komplett abgebaut worden. (20.11.2017/fc/a/m)




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