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Rohölnotierungen leicht erholt


03.07.17 15:08
Nord LB

Hannover (www.fondscheck.de) - In der vergangenen Woche erholten sich die Rohölnotierungen leicht, so die Analysten der Nord LB.

Für die Nordseemarke Brent gerate mittlerweile wieder die Marke von 50 US-Dollar pro Barrel ins Blickfeld. Die jüngste Dynamik müsse dabei auf verschiedene Faktoren zurückgeführt werden: Der Rückgang der Rohöl-Förderstellen in den Vereinigten Staaten sei in diesem Kontext zu nennen. Wie Daten von Baker Hughes zeigen würden, sei der Zähler in der vergangenen Woche um zwei auf nun 756 Einheiten gefallen. Diese Entwicklung deute darauf hin, dass die US-Ölproduzenten nach sechs Monaten Wachstum zum ersten Mal eine Pause beim Ausbau der Fördermöglichkeiten eingelegt hätten. Der Rückgang des Förderstellenausbaus stehe jedoch auch mit Wartungsarbeiten in Alaska und dem Tropensturm Cindy in Verbindung. Aufgrund der weiter bestehenden OPEC-Fördermengenbegrenzungen habe sich der Preis außerdem aufgrund fallender Rohöl-Lagerbestände erholt.

Nach Aussage des Energieministers der Vereinigten Arabischen Emirate, Suhail Al Mazrouei, zweifle der Zusammenschluss aus OPEC und nicht OPEC-Fördernationen, die sich an den aktuellen Mengenbegrenzungen beteiligen würden, nicht am Erfolg der Maßnahmen. Die Aussagen würden darauf hindeuten, dass stärkere Einschnitte derzeit nicht diskutiert würden.

Auch an den Terminmärkten spiegele sich die Erholung wider. So würden Daten der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zeigen, dass Vermögensverwalter in der vergangenen Woche weniger dynamisch ihre Shortpositionen ausgebaut hätten als in den Wochen davor. Wie die CFTC bekannt gegeben habe, seien Shortpositionen in der letzten Woche nur um 8,3 Prozent angestiegen, während in den vergangenen zwei Wochen dieser Zähler jeweils um 30 Prozent gestiegen sei.

Insgesamt halten die Analysten der Nord LB an ihrer Prognose fest und sehen beispielsweise für die Nordseemarke Brent Preise um 55 US-Dollar je Barrel zum Jahresende und ein nachhaltiges Überschreiten der Marke von 60 US-Dollar je Barrel Marke erst im Jahresverlauf 2018. (03.07.2017/fc/a/m)