Rohöl (WTI): Death-Cross & die kritischen 50...


05.07.17 11:47
DONNER & REUSCHEL AG

Hamburg (www.fondscheck.de) - Die markt- und charttechnische Ausgangslage bleibt auch zu Beginn des zweiten Halbjahres kritisch. Wenn auch wieder etwas entspannter, so Chartanalyst Martin Utschneider von DONNER & REUSCHEL.

Das Öl (WTI) habe zuletzt den Erhalt der Support-Area bei 43,76 US-Dollar bestätigen können.

Die 200-Tage-Linie (49,59) komme zwar optisch wieder näher, bleibe charttechnisch trotzdem zunächst mal in weiter Ferne. Der Trendfolgeindikator MACD zeuge zumindest von einer fortdauernden Stabilisierung.

Es bleibe aber bestenfalls beim übergeordneten Seitwärtstrends.

Die Störfeuer würden unentwegt aufflammen. So habe die US-Frackingindustrie die Produktion zuletzt weiter hochgefahren. Derzeit werde allerdings ein Ölpreis von zumindest 50 US-Dollar pro Barrel als notwendig erachtet, um überhaupt rentabel zu fördern.

Offensichtlich reiche einigen nach wie vor auch weniger...

Seitens der OPEC habe es zuletzt keine neuen Nachrichten gegeben. Auch die erhöhten Spannungen zwischen den USA und Nordkorea wegen dessen ersten Tests einer Interkontinentalrakete hätten den Ölpreis nur am Rande tangiert. Primäre Krux bleibe die Überversorgung des Weltmarkts. Mit Skepsis betrachtet werde auch, ob das Ölkartell (OPEC) daran etwas ändern könne oder wolle. Bislang noch nicht.

Dazu passe auch das aktuelle Chartbild mit einer nahezu klassischen "Death-Cross"-Konstellation (90-Tage-Linie schneide 200-Tage-Linie von oben). Damit bestätige sich, dass die 200-Tage-Linie optisch sehr nahe liege, charttechnisch aber in weiter Ferne.

Die Weisheit "Warum in die Ferne schweifen, das Gute liegt so nah..." passe aktuell beim WTI nicht.

Fazit:

- WTI weiterhin bestenfalls im Seitwärtsmodus
- Death-Cross-Konstellation (05.07.2017/fc/a/m)