Regenfälle in Brasilien setzen Kaffee Arabica-Preis unter Druck


04.10.17 14:09
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - In vielen Kaffeeanbaugebieten Brasiliens haben sich die erwarteten Regenfälle eingestellt, so die Analysten der Commerzbank.

Schon bei deren Ankündigung hätten die Preise nachgegeben. Nun seien sie weiter abgesackt. Mit 125,5 US-Cents je Pfund notiere Arabica-Kaffee so niedrig wie zuletzt Ende Juni. Der Regen sei wichtig für die Blüte der Kaffeebäume, die das Produktionspotenzial für die kommende Ernte 2018/19 bestimme. Allerdings seien weitere Niederschläge notwendig, um die Entwicklung zu unterstützen. Bisher scheinen die Chancen dafür gut zu stehen, so die Analysten der Commerzbank.

Auch bei Zucker richte sich der Blick bereits auf die brasilianische Produktion 2018/19, obwohl die Verarbeitungsperiode 2017/18 noch eine Weile laufe. Nach Schätzung der Prognosebehörde Conab sollten in der noch laufenden Saison im Hauptanbaugebiet Center-South CS 597 Mio. Tonnen Zuckerrohr verarbeitet werden, die Zuckerproduktion solle 36,1 Mio. Tonnen betragen. Bis Mitte September seien in CS laut der Zuckerindustrievereinigung Unica bereits 26,4 Mio. Tonnen Zucker produziert worden, 6% mehr als in der Vorjahresperiode. Zuletzt würden sich die Vorhersagen für 2018/19 häufen - allerdings ohne klare Richtung und bei unterschiedlichen Annahmen über die endgültige Produktion 2017/18 sowie weit auseinander liegenden Prognosen für die Zuckerrohrernte 2018/19: Während Archer Consulting erwarte, dass die CS-Zuckerproduktion stagniere, gehe Sucden von einem Rückgang um 1,3 Mio. Tonnen aus, Agroconsult dagegen von einem Anstieg um 1 Mio. Tonnen. Die Schätzungen würden von 34,5 bis 35,7 Mio. Tonnen reichen. (04.10.2017/fc/a/m)