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Preisanstieg der Industriemetalle weiterhin spekulativ getrieben


12.07.17 16:19
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Industriemetalle profitieren wie die Edelmetalle vom schwachen US-Dollar und bekommen zusätzlich vom Anstieg der Ölpreise Unterstützung, sodass sie sich seit gestern Nachmittag im Aufwind befinden, so die Analysten der Commerzbank.

Daneben habe die Chinesische Zentralbank dem Markt wieder etwas Liquidität zugeführt, was einige Marktteilnehmer dahingehend interpretiert hätten, dass die Geldpolitik nach der vorherigen Straffung nun wieder gelockert werde. Kupfer steige heute Morgen zum Beispiel zeitweise auf über 5.900 USD je Tonne und Zink koste mehr als 2.800 USD je Tonne. Allerdings sei der Preisanstieg stark spekulativ getrieben. Denn gemäß LME-Statistik hätten die spekulativen Finanzinvestoren zum Beispiel bei Zink und Blei ihre Netto-Long-Positionen zuletzt vier bzw. drei Wochen in Folge deutlich ausgeweitet. Somit habe sich mittlerweile großes Korrekturpotenzial aufgebaut, sollten die spekulativen Finanzanleger Gewinne mitnehmen.

Der Verband der europäischen Stahlindustrie, Eurofer, habe seine Schätzung für das Wachstum der Stahlnachfrage in der EU in diesem Jahr von +1,3% auf +1,9% angehoben. Grund hierfür seien demnach die hohen Produktionsraten in der Automobilindustrie und dem Bausektor. Die stärkste Entwicklung habe zuletzt laut Aussagen der Eurofer das Geschäft mit Stahlröhren verzeichnet. Für 2018 habe Eurofer dagegen das erwartete Wachstum der Stahlnachfrage leicht auf 1,0% nach unten revidiert. (12.07.2017/fc/a/m)