Erweiterte Funktionen

Ölpreise geraten aufgrund von Gewinnmitnahmen unter Druck


06.07.17 15:52
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Ölpreise standen gestern den ganzen Tag über unter Abgabedruck und gingen letztlich mit einem Minus von ca. 4% aus dem Handel, so die Analysten der Commerzbank.

Brent sei bis auf 47 USD je Barrel gefallen, habe sich in der Nacht aber wieder erholt und handele heute Morgen bei 48,5 USD je Barrel. Ähnliches gelte für WTI, das sich vom gestrigen Tief um gut 1 USD habe erholen können und aktuell bei knapp 46 USD je Barrel handele. Die Analysten hätten gestern davor gewarnt, dass die Luft für weitere Preiszuwächse zunehmend dünn werde. Offensichtlich hätten das einige Marktteilnehmer ähnlich gesehen und nach dem Preisanstieg um 10% in den vorherigen acht Handelstagen Gewinne mitgenommen. Auslöser dürfte die Nachricht von deutlich gestiegenen OPEC-Exporten gewesen sein.

Zudem habe sich Russland gegen stärkere Produktionskürzungen ausgesprochen. Der russische Energieminister Nowak wolle am Rande eines Treffens von Ölministern der OPEC und einiger Nicht-OPEC-Länder am 24. Juli mit dem saudi-arabischen Energieminister al-Falih zusammenkommen. Dabei dürfte es auch um dieses Thema gehen. Das API habe gestern Abend nach Handelsschluss einen unerwartet kräftigen Rückgang der US-Rohölvorräte in der letzten Woche um 5,8 Mio. Barrel berichtet, was die Preiserholung über Nacht angeschoben haben dürfte.

Auch die Benzinbestände seien deutlich um 5,7 Mio. Barrel gefallen. Das US-Energieministerium veröffentliche die offiziellen Lagerdaten heute am frühen Abend. Neben der Lagerentwicklung dürfte auch die Benzinnachfrage im Vorfeld des 4. Juli und die US-Ölproduktion im Fokus stehen. Letztere sei in der Woche zuvor aufgrund von Sonderfaktoren kräftig gefallen, was eine Gegenbewegung wahrscheinlich mache. (06.07.2017/fc/a/m)