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Nickelpreis steigt binnen weniger Stunden um mehr als 10%


01.11.17 14:20
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Stimmung bei den Veranstaltungen rund um das jährliche Branchentreffen zur LME Week ist wohl gelassen bis gut, berichten die Analysten der Commerzbank.

Die physische Nachfrage vielerorts habe in diesem Jahr positiv überrascht, für eine stärkere Anlegernachfrage hätten der schwache US-Dollar und die lockere Geldpolitik vieler Zentralbanken gesorgt. Auch aus fundamentaler Sicht befänden sich die meisten Metalle aktuell in einem Angebotsdefizit. Daher übe man sich in Optimismus und suche eher nach Faktoren, die diesen Höhenflug weiter unterstützen würden. Oft falle dabei die Wahl auf das Thema Elektromobilität, das aktuell von den Medien, Emotionen und Politik stark getragen werde. Vor allem dürfte gemessen an der jeweiligen Produktionshöhe die Nachfrage bei Lithium, Kobalt und Nickel steigen. Doch während die ersten beiden schon längst einen medialen "Hype" ausgelöst hätten, sei Nickel bis zuletzt im Schatten geblieben.

Der ausgesprochene Optimismus der Experten während der LME Week habe nach Erachten der Analysten dem Nickelpreis gestern zu einem spektakulären Turnaround verholfen, wobei er binnen weniger Stunden um über 1.000 USD bzw. mehr als 10% zugelegt habe. Vom Tief im Sommer sei der Preis mittlerweile um über 40% gestiegen und notiere mit 13.000 USD je Tonne auf einem Zweijahreshoch. Auch wenn die Analysten der Commerzbank die langfristigen Perspektiven von Nickel gerade wegen Elektroautos für sehr gut halten, ist der jüngste Anstieg jedoch verfrüht. Denn die aktuelle Versorgungslage und Verfügbarkeit seien sehr gut. Die NPI-Produktion in China und Indonesien dürften weiter zunehmen, ebenso sollten auf den Philippinen die zuvor geschlossenen Minen in Kürze wieder ihren Betrieb aufnehmen. (01.11.2017/fc/a/m)