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Nickelpreis springt um 4% nach oben


10.10.17 15:00
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Nahezu isoliert von den anderen Industriemetallen ist Nickel gestern um 4% nach oben gesprungen, so die Analysten der Commerzbank.

Zwischenzeitlich habe es dabei die Marke von 11.000 USD je Tonne überwunden. Heute gebe der Preis allerdings bereits wieder einen Teil seiner Gewinne ab. Der Preisanstieg gestern sei ohne nennenswerte Nachrichten erfolgt. Daher könnten spekulative Käufe den Preis nach oben getrieben haben, nachdem sich die spekulativen Finanzinvestoren bei Nickel in den letzten Wochen spürbar zurückgezogen hätten.

Neue Daten zur Marktpositionierung würden heute von der LME veröffentlicht. Wie die LME gestern berichtet habe, seien die Handelsumsätze im September spürbar angezogen. Für Aluminium, Kupfer, Nickel, Zink und Blei seien im Futures-Handel die höchsten Umsätze bislang in diesem Jahr in einem Monat registriert worden. Bei Nickel sei mit über 2,1 Mio. Kontrakten sogar das höchste Handelsvolumen überhaupt gemessen worden.

An der SHFE in Shanghai falle der meistgehandelte Futures-Kontrakt für Betonstahl (Fälligkeit Januar) heute zeitweise um 4,5% und habe damit seine Gewinne von gestern mehr als wettgemacht. Nachrichten, wonach die Stahlproduktion im Umkreis der chinesischen Hauptstadt Peking gedrosselt werde oder bereits zurückgefahren worden sei, um für den bevorstehenden Parteitag für bessere Luft zu sorgen, würden offenbar keine Rolle spielen. Der fallende Stahlpreis ziehe den Eisenerzpreis mit nach unten, der erstmals seit drei Monaten wieder unter 60 USD je Tonne falle. (10.10.2017/fc/a/m)