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Moderate Preiskorrektur bei Industriemetallen


06.09.17 14:00
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Gestern gab es bei den Industriemetallen im Zuge fallender US-Aktienmärkte eine moderate Preiskorrektur, die sich heute Morgen fortsetzt, so die Analysten der Commerzbank.

Blei und Zink seien dabei gestern die größten Verlierer gewesen; sie hätten um 2,5% bzw. 2% nachgegeben. Die spekulativen Finanzanleger hätten gemäß LME-Statistik zur Marktpositionierung bis Ende letzter Woche noch stark auf steigende Blei- und Zinkpreise gesetzt. Auch hätten bei diesen Anlegern Nickel und Kupfer weiterhin hoch im Kurs gestanden. Hier könnte es nun zu moderaten Gewinnmitnahmen gekommen sein.

Bei Aluminium hätten sich die spekulativen Finanzanleger dagegen in den letzten beiden Wochen zurückgezogen und ihre Netto-Long-Positionen etwas abgebaut. Der Aluminiumpreis sei dennoch weiter gestiegen. Offenbar hätten die spekulativen Finanzanleger hier an Einfluss verloren. In den seit letzter Woche laufenden Verhandlungen über die nächste Quartalsprämie in Japan zwischen den Produzenten und den Konsumenten würden sich niedrigere Abschlüsse andeuten. Aus Verhandlungskreisen werde berichtet, dass die Produzenten für das vierte Quartal teilweise "nur" einen Aufschlag auf den LME-Preis von 100 USD je Tonne verlangen würden. Dies wäre zwar 15% weniger als im laufenden Quartal, gemessen an der Prämie im japanischen Kassa-Markt von derzeit laut Platts rund 86 USD je Tonne aber immer noch hoch. Ein reichliches Angebot im asiatischen Markt drücke derzeit die Prämien im Kassa-Markt nach unten. (06.09.2017/fc/a/m)