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Metallpreise überkauft, Preisanstieg stark spekulativ getrieben


04.09.17 16:18
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Industriemetalle legen auch zum Auftakt der neuen Handelswoche weiter zu und ignorieren dabei den erneuten Atombombentest in Nordkorea, so die Analysten der Commerzbank.

Kupfer steige zeitweise auf 6.920 USD je Tonne und markiert damit ein 3-Jahreshoch. Nickel verteuere sich auf fast 12.400 USD je Tonne, den höchsten Wert seit über zwei Jahren. Nachdem schon die Einkaufsmanagerindizes in China im August überraschend gut ausgefallen seien, sei auch der ISM-Index in den USA stärker als erwartet gestiegen. Er habe das höchste Niveau seit fast sechseinhalb Jahren erreicht. Neben den guten Stimmungsindikatoren seien die Preise aber nach wie vor stark spekulativ getrieben. So seien an der Comex in New York in der Woche zum 29. August bei Kupfer die Netto-Long-Positionen auf ein neues Rekordhoch von 125 Tsd. Kontrakten ausgeweitet worden. Dies sei bereits der siebte Wochenanstieg in Folge gewesen. In dieser Zeit hätten sich die Netto-Long-Positionen fast verdoppelt.

Die Analysten der Commerzbank halten den Kupferpreis wie auch die anderen Metallpreise für überkauft. Die Preise hätten sich von den Fundamentaldaten weitgehend abgekoppelt. Nach Erachten des Analysten steige mit jeder Woche sowohl das Potenzial als auch das mögliche Ausmaß einer Preiskorrektur. Denn die spekulativen Finanzinvestoren würden oftmals sehr prozyklisch agieren und seien nahe den Preishochs zu optimistisch positioniert. In der Vergangenheit habe sich aus einer solch extremen Positionierung oftmals eine Gegenbewegung der Preise ergeben. (04.09.2017/fc/a/m)