Kupferpreis auf 4-Wochenhoch gestiegen


11.10.17 15:03
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Unterstützt durch einen schwachen US-Dollar ist Kupfer gestern auf ein 4-Wochenhoch von über 6.700 USD je Tonne gestiegen, so die Analysten der Commerzbank.

Ein kräftiges Erdbeben im Norden Chiles habe dem Preis ebenfalls kurzfristig Auftrieb gegeben, da Sorgen aufgekommen seien, dass die Kupferminenproduktion im weltweit größten Kupferproduzentenland beeinträchtigt sein könnte. Diese hätten sich jedoch nicht bewahrheitet. Gemäß Daten der Chilenischen Zentralbank habe Chile im September wertmäßig betrachtet mit rund 3,2 Mrd. USD die größte Menge Kupfer seit Ende 2014 exportiert. Dies sei allerdings in erster Linie auf den hohen Kupferpreis zurückzuführen, der im September bei durchschnittlich 6.616 USD je Tonne gelegen habe und damit 40% höher gewesen sei als im Vorjahr.

Der jüngste Preisanstieg der Industriemetalle, der den LME-Industriemetallindex (LMEX) fast wieder auf das 3-Jahreshoch von Anfang September getragen habe, sei durch spekulatives Kaufinteresse unterstützt worden. Denn gemäß LME-Statistik seien die Netto-Long-Positionen in der letzten Woche mit wenigen Ausnahmen wieder ausgeweitet worden. Die Analysten würden weiterhin hohes Korrekturpotenzial für die Industriemetallpreise sehen. Die in diesem Jahr stark gestiegenen Preise würden wohl Anreiz geben, die Produktion auszuweiten. Zugleich gebe es Hinweise, dass sie die Nachfrage bremsen würden. Die meisten Metallmärkte sollten daher in absehbarer Zeit besser versorgt sein, was für niedrigere Preise spreche. (11.10.2017/fc/a/m)