Keine nennenswerte Erholung der Edelmetallpreise


11.07.17 16:14
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Für die Edelmetalle ging es gestern zunächst weiter bergab, so die Analysten der Commerzbank.

Bis auf Palladium hätten sie neue mehrmonatige Tiefstände markiert. Mit Ausnahme von Platin seien die Verluste bis zum Handelsende aber wieder wettgemacht worden. Gold handele am Morgen bei 1.210 USD je Feinunze und Silber koste 15,5 USD je Feinunze. Platin sei gestern erstmals seit Anfang Mai wieder unter die Marke von 900 USD je Feinunze gerutscht und auf den tiefsten Stand seit Ende Dezember gefallen. Auch heute Morgen handele es noch unter dieser Marke. Palladium halte sich dagegen stabil bei 845 USD je Feinunze.

In China hätten laut Angaben eines privaten Verbandes die Autoabsätze im Juni im Vergleich zum Vorjahr wieder angezogen. Im ersten Halbjahr habe es demnach aber erstmals seit dem Jahr 2005 einen Rückgang der Verkäufe gegeben. Die offiziellen Daten würden in Kürze veröffentlicht.

Erstmals seit 1985 gebe es seit gestern wieder einen Handel mit Gold-Terminkontrakten an der Londoner Metallbörse. Daneben seien an der LME auch Silber-Futures eingeführt worden. Auch wenn die Handelsvolumina am ersten Handelstag noch recht gering gewesen seien und die breite Akzeptanz der Marktteilnehmer noch fehle, sollte sich das langfristig ändern. Viele namhafte Banken wollten den Handel unterstützen. Der Handel an der LME sollte zudem die Transparenz- und Zuverlässigkeitsanforderungen der Regulatoren eher erfüllen als der bislang zumeist außerbörsliche Handel in London. Auch dürften dadurch neue Investmentprodukte ermöglicht werden. (11.07.2017/fc/a/m)