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Investment-Ausblick: Chancen in Schwellenländern und Krypto-Märkten


07.09.17 15:41
VanEck

Frankfurt am Main (www.fondscheck.de) - Das steigende Zinsumfeld kann Anleger zu einem Umdenken veranlassen. Dieser Meinung ist Jan van Eck, CEO des Asset Managers VanEck.

Diversifikationsmöglichkeiten in diesem Umfeld böten derzeit vor allem Anleihen mit niedrigerem Durationsrisiko und Schwellenländeranleihen sowie -aktien. Zudem solle das Potenzial digitaler Währungen und vor allem der dahinterstehenden Blockchain-Technologie im Auge behalten werden.

"Erstaunlich war im ersten Halbjahr die Entwicklung der Renditen von Staatsanleihen im Euro-Raum, die spürbar angezogen sind", so van Eck. Die Zentralbankpolitik hinke zwar noch etwa zwei Jahre hinter der in den Vereinigten Staaten hinterher. Doch durch die stabile Lage der europäischen Wirtschaft würden dem Experten zufolge aber die Chancen steigen, dass auch die Europäische Zentralbank allmählich von ihrer stimulierenden Geldpolitik abkehre.

"Trotz eines allgemein steigenden Zinsumfeld können Anleihen weiter positive Renditen und Kupons bieten, die richtige Diversifikation vorausgesetzt. Insbesondere High Yields und Schwellenländer, vor allem in Lokalwährungen begebene, sind aktuell mehr als einen Blick wert", erkläre van Eck. Während beide Asset-Klassen seit Jahresbeginn stark performt hätten, sei die Ausfallquote der Schwellenländer-Emittenten niedriger gewesen als derer im High-Yield-Segment. Beide Anlageklassen seien vom allmählich steigenden Durationsrisiko an den Anleihenmärkten weniger stark betroffen.

Auch Aktien aus Schwellenländern würden aktuell attraktive Chancen bieten. In den vergangenen fünf Jahren habe diese Anlageklasse im Vergleich zum US-Aktienmarkt noch underperformt. "Seit Jahresbeginn weisen Schwellenländer-Unternehmen aber die höchsten Gewinne seit 2011 auf und konnten Anlegern Renditen in Höhe von 20 Prozent bescheren. Für uns ist das ein Anzeichen, dass sich diese Aktienmärkte am Beginn eines positiven Zyklus befinden", meine Jan van Eck. Zwar hätten die Schwellenländer - allen voran die lateinamerikanischen - in den vergangenen Jahren unter den schwächelnden Rohstoffpreisen gelitten. Allerdings sei dem Experten zufolge ein Aufwärtstrend zu erkennen, der auf ein Ende der Talfahrt hinweise. Ein Risiko bestehe für Investoren aber darin, den Einstieg in diesen positiven Zyklus zu verpassen.

Neben diesen traditionellen Anlageklassen böten auch Digitale Assets Chancen, allerdings sei ihr langfristiger intrinsischer Wert nur schwer zu bestimmen. "Die Blockchain-Technologie ist vielversprechend und bietet durch ihre dezentrale Natur exponentielle Wachstumsmöglichkeiten", so Van Eck. Gleichzeitig sehe der Experte darin aber auch Risiken, denn ob die Communities die Blockchain tatsächlich steuern könnten, sei eine fundamental existenzielle Frage, die bislang ungeklärt sei. "Wir sind gespannt, ob die Blockchain-Technologie Anwendungsmöglichkeiten im Alltag der Menschen findet", schließe Jan van Eck. (07.09.2017/fc/a/m)