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Industrierohstoffe: Größte China- und Wachstumswette seit 2010/11 mit enormen Fragenzeichen


01.09.17 14:40
Helaba

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Obwohl Peking die Transformation der Wirtschaft zur Dienstleistungsgesellschaft betont und hier auch Erfolge zu verzeichnen sind, scheinen die traditionellen rohstoffintensiven Wachstumstreiber erhebliche Bedeutung zu behalten, so die Analysten der Helaba.

So würden die Infrastrukturinvestitionen in den Provinzen auch in jüngster Zeit immer neue Höhen erklimmen und sogar noch wesentlich mehr als der Immobiliensektor zum Wirtschaftswachstum beitragen. Anlageinvestitionen würden somit zunächst wohl der Motor der chinesischen Wirtschaft bleiben. Hier stehe aber die Frage im Raum, mit welchen Touren dieser Wachstumsmotor nach dem Kongress der chinesischen Volkspartei in den kommenden Monaten weiterlaufe. Die Metall-Bullen würden davon ausgehen, dass die chinesische Führung auf Wachstumskurs bleibe, um den Zehnjahresplan bis 2020 zu erreichen. Außerdem würden sie damit einen globalen rohstoffintensiven Aufschwung im Industriesektor verbinden, der über die aktuelle Belebung hinausgehe.

Die Analysten der Helaba erwarten weder einen Nachfrageschub noch eine Zurückhaltung auf der Angebotsseite bei höheren Preisen. Insofern würden sie aktuell eine Staus-Prognose bei Primärmetallen für opportun halten. (Ausgabe vom 31.08.2017) (01.09.2017/fc/a/m)