Industriemetalle: Weiterhin verhaltene chinesische Kupferimporte und deutlich geringere Eisenerzimporte im Juli


08.08.17 15:53
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die chinesische Zollbehörde hat heute Morgen Handelsdaten für Juli veröffentlicht, die etwas schwächer ausfielen als erwartet, so die Analysten der Commerzbank.

Im Vergleich zum Vormonat habe sowohl die Dynamik des Exportwachstums als auch die des Importwachstums nachgelassen. Die Einfuhren von Kupfer hätten den dritten Monat in Folge bei 390 Tsd. Tonnen verharrt. Dies sei allerdings etwas mehr als im Vorjahr gewesen. Die Importe von Kupferkonzentrat hätten mit 1,4 Mio. Tonnen fast exakt auf dem Niveau des Vormonats und des Vorjahres gelegen. Seit Jahresbeginn habe China 15% weniger verarbeitetes Kupfer und 2% mehr Kupferkonzentrat eingeführt. Im Falle von Eisenerz hätten die Importe mit 86,3 Mio. Tonnen leicht unter dem Vorjahreswert und deutlich unter dem Vormonatswert gelegen.

Australien habe im Juli über den Hafen von Port Hedland deutlich weniger Eisenerz verschifft, sodass auch weniger Tonnage in China angekommen sei. Die chinesischen Eisenerzimporte seien in den ersten sieben Monaten des Jahres 7,5% höher als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum gewesen und seien auf dem Weg zu einem neuen Rekordhoch. Da im Juli auch die Importe von Kohle und Rohöl niedriger ausgefallen seien, könnte dies nach Erachten der Analysten auch auf geringere Investitionen und im Endeffekt auf eine schwächere Nachfrage nach Industrierohstoffen in China hindeuten. Daten zur Industrieproduktion und zu den Investitionen in Sachanlagen würden nächste Woche veröffentlicht. (08.08.2017/fc/a/m)