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Industriemetalle: Warten auf Wiederanfahren weiterer vormals stillgelegter Zinkminen


13.11.17 16:26
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Metallpreise starten mit einem freundlichen Unterton in die neue Handelswoche, so die Analysten der Commerzbank.

Kupfer lege leicht auf gut 6.800 USD je Tonne zu, Nickel verteuere sich etwas stärker auf rund 12.300 USD je Tonne. Die Nachrichtenlage sei heute Morgen noch sehr dünn. Daten zur Positionierung der spekulativen Marktteilnehmer würden von der CFTC wegen des Veterans Day erst heute Abend veröffentlicht. Konjunkturdaten aus China, die die Metallpreise potenziell bewegen könnten, gebe es auch erst morgen früh. Gemäß dem Bloomberg-Konsens hätten die Industrieproduktion und die Investitionen in Sachanlagen im Oktober (weiter) an Dynamik verloren. Am Zinkmarkt seien trotz der hohen Preise noch nicht alle vormals stillgelegten Minen wieder in Betrieb.

Insbesondere Glencore, der weltweit größte Zinkproduzent, habe noch nicht alle Minen wieder angefahren. Das Unternehmen habe vor etwa zwei Jahren vor allem in Australien und Peru Minen stillgelegt bzw. die Produktion in diesen reduziert und so rund 500 Tsd. Tonnen Zink p.a. vom Markt genommen. Im Zuge dessen und aufgrund der Kürzungen anderer Zinkproduzenten habe sich der Zinkpreis verdoppelt und sei Anfang des Monats auf den höchsten Stand seit über zehn Jahren gestiegen. Die LME-Zinkvorräte seien im gleichen Zeitraum mehr als halbiert worden. Der Markt warte nun auf die Ankündigung von Glencore, wann die Minen wieder in Betrieb genommen würden. Dies könnte die Sorgen über ein knappes Angebot verringern. (13.11.2017/fc/a/m)